Samstag, 12. September 2015

(Buchvorstellung) Asche & Phoenix von Kai Meyer

 

Titel:  Asche & Phoenix
Autor: Kai Meyer
Seiten: 464
Erscheinungstermin: 27.11.2012
Verlag: Carlsen
Originalversion: Ja
Originaltitel:  Asche & Phoenix
Rezensionsexemplar: Nein

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Kai Meyer geht eigentlich immer.

Inhalt:
Parker und Ash haben nichts gemeinsam. Er ist Hollywoods größter Jungstar, das Gesicht des Magiers Phoenix aus den »Glamour«-Filmen. Sie ist eine »Unsichtbare«, nirgends zu Hause, getrieben von der Angst, wie alle anderen zu sein. Doch dann erwischt Parker Ash in seiner Londoner Hotelsuite, wo sie gerade sein Bargeld klaut. Parker kann sein Leben im Fokus der Medien nicht mehr ertragen. Und nutzt die Chance, mit Ash vor den Fans und Paparazzi zu fliehen. Dabei scheint er geradezu körperlich abhängig von Ruhm und Aufmerksamkeit. Ihre gemeinsame Flucht führt sie durch Frankreich an die Côte d’Azur – auf den Spuren eines teuflischen Paktes, verfolgt von einer dämonischen Macht, die sie gnadenlos jagt. (Klappentext, Amazon)
Cover:
Das Cover gefällt mir gut, da Ash und Parker notgedrungen von England nach Frankreich reisen.

Titel:
Passt ganz gut, wobei ich im ersten Moment dachte, es geht um einen Phoenix. Dabei spielt es auf die Namen der Protagonisten an, denn Parkers Filmrolle heißt Phoenix.

Schreibstil:
Das Buch ist in der dritten Person geschrieben, wobei sich Parker und Ashs Sicht immer wieder abwechselt. Ich fand es sehr locker zu lesen und war trotz vollgepacktem Urlaub in zwei Tagen durch. Das Buch schafft es, eine konstante Spannung zu halten, sodass nicht eine einzige Länge entstehen konnte. Riesenpluspunkt hierfür, denn so etwas liebe ich. Auch der übernatürliche Teil hat sich sehr schön in die Story eingegliedert, aber etwas anderes hatte ich von Kai Meyer auch nicht erwartet.

Charaktere:
Sowohl Ash, die sich mit Diebstählen und Einbrüchen durchschlägt, als auch Parker, der mehr oder weniger alles hat, was er möchte, waren sehr gut charakterisiert. Die Protagonisten handelten glaubwürdig, was durch den durchdachten Plot und das schöne Setting nur noch unterstrichen wurde. Eigentlich mag ich die Ich-Perspektive lieber, da ich finde, dass Emotionen besser vermittelt werden, aber der Autor hat es geschafft, zwei rundum dreidimensionale Charaktere zu kreieren, die mich absolut überzeugen konnten.

Erwähnenswert:
Ausnahmsweise mal ein Einzelband, das hat ja heute in YA-Bereich schon Seltenheitswert.

Stuck in my Head:
»Parker starrte seinen Vater an, selbst eine Ruine, blutend, schmerzend, ohne Bewusstsein. Er wünschte sich, er hätte aufstehen und ihn mit eigenen Händen töten können.” (S. 256)
Kriesenreif:
Nix zu meckern!

Fazit:
Ein spannendes Jugendbuch, dass sich locker flockig lesen lässt und noch dazu sehr spannend ist. Klar, die Protagonisten-Konstellation ist ein wenig abgenudelt (Reich/Arm), aber es hat wunderbar funktioniert. Eine absolute Empfehlung, vor allem als Urlaubslektüre. Vielleicht sogar in Frankreich?




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