Mittwoch, 2. September 2015

(Buchvorstellung) Mutter ruft an von Bastian Bielendorfer

 
Titel: Mutter ruft an
Autor: Bastian Bielendorfer
Seiten: 320
Erscheinungstermin: 13.10.2015
Verlag: Piper
Originalversion: Ja
Originaltitel: Mutter ruft an
Rezensionsexemplar: Nein

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Ich war auf Bastians Lesung und da musste das Buch natürlich direkt gekauft werden.

Inhalt:
»Bastian, gehen E-Mails auch am Wochenende?« »Wie bitte?« »Geht das Internetz auch Samstag und Sonntag?« »Klar, Mama, samstags bis 18 Uhr. An Sonn- und Feiertagen ist das Internet aber geschlossen …« »Danke, Sohn!« Jedes Mal, wenn das Telefon klingelt, wird es für Bastian ernst, denn Mutter ruft an! Ob sie nun will, dass er im Fernsehen den Bauch einzieht, ihr dieses blöde »Wellness-LAN« installiert, oder ihm sagt, dass er endlich mal erwachsen werden soll, Opa sei in seinem Alter schon zweimal verwundet gewesen. »Mutter ruft an« erzählt davon, wie es ist, wenn die Nabelschnur eins zu eins durch das Telefonkabel ersetzt wird – und warum es auch Vorteile hat, wenn man wenigstens für einen Menschen immer Kind bleiben darf. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover passt gut zu Bastians anderen Büchern, wobei der Mops deutlich dünner aussieht, als Bastian ihn immer beschreibt.

Titel:
Passender geht es nicht, Mutter ruft permanent an.

Schreibstil:
Das Buch besteht aus Telefonaten, die Bastian mit seinen Eltern (hauptsächlich seiner Mutter) führt. Dadurch sind die Kapitel angenehm kurz und werden noch zusätzlich am Ende mit SMS-Konversationen aufgelockert. generell war das Buch superlustig. Mit "Lehrerkind" kam ich damals nicht so klar, aber dieses hier toppt es um Längen!

Charaktere:
Im Grunde gibt es ja keine "Charaktere", wie in einem Roman. Bastian erzählt mit etwas künstlerischer Freiheit aus seinem Leben und vor allem seiner Beziehung mit seiner Mutter. Diese hat immer noch nicht ganz verstanden, dass Bastian jetzt erwachsen ist und das bekommt der Leser deutlich vorgeführt. Es war wirklich amüsant und vor allem auch mit vielen "Kenn ich"-Momenten gespickt. Aber mein heimlicher Held war ja Bastians Vater, der das alles mit resignativer Ruhe erträgt.

Erwähnenswert:
Das Buch steht für sich und man muss seine anderen nicht gelesen haben, um die Anekdoten zu verstehen.

Stuck in my Head:
»Und auch, wenn ich weiß, dass ich vielleicht nicht genau das geworden bin, was meine Eltern sich für mich gewünscht hatten, weiß ich, dass sie stolz auf mich sind und immer hinter mir stehen. Manchmal halt nur sehr, sehr weit hinter mir.« (S.155) 
Kriesenreif:
Nix zu meckern!

Fazit:
Ein sehr lustiges Buch, das mir einen humorvollen Abend beschert hat. Ich freu mich jetzt schon auf die nächste Bielendorfer-Lesung und seine kommenden Bücher!



Kommentare:

  1. Hi!

    Ich habe dieses Buch vor wenigen Tagen ausgelesen und konnte während des Lesens vielleicht zehnmal schmunzeln (und das ist noch optimistisch geschätzt), laut lachen überhaupt nicht. :/
    Daher war dieses Buch für mich eine ziemliche Enttäuschung, auch wenn es sich sehr flüssig lesen lies. Es entsprach wohl einfach nicht meinem Humor ...
    Laut der stark überwiegenden positiven Rezensionen, zu denen ja auch deine zählt, bin ich damit wohl eine klare Ausnahme. ;)

    LG frostyface

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    1. Oh, das ist ja schade! Ich fand das Buch echt super lustig. Vor allem, da ich viel von meinen Eltern darin wiedererkenne :)

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  2. Hallo Sonja :-)

    Das klingt ja richtig gut! Das scheint genau ein Buch nach meinen Geschmack zu sein! Vielen Dank für deine tolle Rezi.
    Ich bin auch gleich bei dir Leserin geworden. Vielleicht magst du auch mal bei mir vorbeischauen? Würde mich riesig freuen!
    http://linejasmin.blogspot.de/

    Liebe Grüße
    Line

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    1. Das Buch ist auch lustig. Also mir hat es super gefallen. War ja auch auf Bastians Lesung :)
      Ich schau gleich mal bei dir vorbei.

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