Donnerstag, 17. September 2015

(DVD-Kritik) Still Alice


Titel: Still Alice
Anzahl Discs: 1
Medium: DVD
Studio: Polyband
Spielzeit: 96 Min.
Erscheinungstermin: 31.07.2015
Rezensionsexemplar: Ja

Warum wollte ich den Film sehen?
Ich kam leider nicht dazu, das Buch zu lesen, weshalb der Film hermusste.

Inhalt:
Zunächst sind es nur Kleinigkeiten, die kaum jemandem auffallen. Bei einem Vortrag fällt Professorin Alice Howland plötzlich ein Wort nicht ein. Wenig später dann verliert sie beim Joggen die Orientierung, obwohl sie die Strecke fast jeden Tag läuft. Die 50-jährige, die an der Columbia University Linguistik lehrt, ahnt bald, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Aber die Diagnose ist trotzdem ebenso unerwartet wie erschütternd: Alice leidet an einem seltenen Fall von frühem Alzheimer. Ihre jüngste Tochter Lydia, die sich in Los Angeles als Schauspielerin versucht, ist die erste, die bemerkt, dass mit ihrer Mutter etwas nicht stimmt. Beim Familienbesuch an Thanksgiving scheint zwar alles wie immer, nur dass sich Alice der Freundin von Sohn Tom gleich zweimal vorstellt. Doch auch aus anderen Gründen können Alice und ihr Ehemann John es nicht länger vermeiden, den drei älteren Kindern die Wahrheit zu sagen. Denn weil diese Form der Krankheit vererbbar ist, könnten sie auch ganz direkt betroffen sein. Anders als ihre schwangere ältere Schwester Anna lässt Lydia sich selbst nicht testen. Statt sich um die eigene Zukunft zu sorgen, will sie lieber für ihre Mutter da sein, selbst wenn ihr Verhältnis nicht immer das einfachste war. Ein gemeinsamer Sommer im Strandhaus der Familie schweißt sie enger zusammen denn je. Und als Alices Zustand sich zusehends verschlechtert, ist es ausgerechnet ihre Jüngste, die für sie die größten Opfer bringt. (Amazon)

Covergestaltung:
Die Cover wirkt sehr nachdenklich und irgendwie auch ein bisschen deprimierend durch den ockerfarbenen Hintergrund. Man merkt, dass es sich um ein ernsteres Thema handelt.

Story:
Alice ist ein kluge und selbstbewusste Frau, mit einem angesehenen Job an der Uni und einer stabilen Familie. Doch eines Tages fällt nicht nur ihr, sondern auch ihrem Umfeld auf, dass sie immer mehr vergisst. Der Gang zum Arzt offenbart ihr die schreckliche Gewissheit: Sie hat Alzheimer, obwohl sie erst 50 Jahre alt ist. Wie der Plot erahnen lässt, bespricht der Film ein ernstes Thema und ich weiß nicht, ob ich ihn als so lebensbejahend betiteln soll, wie es der Text auf dem Cover tut. Ich empfand den Film als sehr realitätsnah und dadurch auch sehr belastend. Die einzelnen Rollen wurden sehr gut besetzt, wodurch die Geschichte glaubhaft vermittelt wurde und gerade Alices Rede, die sie vor anderen Betroffenen hält, hat mich wirklich berührt!

Bild&Ton:
Der Film ist eher ruhig, sodass auch die Kameraführung und die Szenen die nachdenkliche Stimmung unterstreichen. Ich fand die unaufdringliche Filmmusik und eben die "weichen" Szenen wirklich sehr gelungen. Allerdings verstärken sie auch die deprimierende Geschichte und machen sie zu einem Film, der einen noch eine Weile verfolgt.

Fazit:
"Still Alice" ist wahrscheinlich kein Film für den nächsten, unterhaltsamen Mädelsabend. Aber es ist ein Film, der das Thema "Alzheimer" und "schwere Schicksale" sehr einfühlsam und realitätsnah bespricht. Somit kann ich ihn wirklich empfehlen, auch wenn man noch eine Zeitlang über ihn nachdenken wird.





Kommentare:

  1. Hallo Sonja,
    ich habe sowohl das Buch gelesen wie auch den Film angeschaut
    und mochte beides sehr. Die Thematik beschäftigt und wurde von der
    Autorin auch nicht dramatisiert. Dies findet sich auch sehr gut im Film
    wieder und Julianne Moore konnte mich absolut überzeugen.
    Liebe Grüße,
    Hibi

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    1. Er ist auch sehr gut. Liegt nur schwer im Magen :)

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  2. Dieser Film interessiert mich schon, manchmal braucht man eben einen Film, der etwas nachdenklich stimmt. Es kann ja nicht immer locker flockig sein ;)

    Schöne Rezi :)

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    1. Schau ihn dir auf jeden Fall an :)

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  3. Hallo Sonja,

    eine sehr schöne Rezension!
    Ich habe den Film im März in einer Kinopreview mit meiner Mama gesehen und wir waren beide sehr berührt von dem Film. Ein wahrlich bewegender Film, der zum Nachdenken anregt!

    Ganz liebe Grüße,
    Hannah
    http://wonderworld-of-books-from-hannah.blogspot.de/
    <3

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    1. Ja, wie gesagt, ihre Rede hatte mich auch umgehauen :)

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