Samstag, 10. Oktober 2015

(Gequatschtes) Ich-Perspektive, Dritte Person, Präsens und der ganze andere Kram

Findet ihr nicht auch, dass sich die Welt des Büchererzählens in den letzten Jahren deutlich erweitert hat? Ich habe das Gefühl, dass Autoren nach und nach mehr experimentieren dürfen, was ja auch Vorteile für den Leser bringt.

Als ich so 12/13 Jahre als war (also vor 15 Jahren), da gab es hauptsächlich einen Ich-Erzähler oder die dritter Person und meistens war es in der Vergangenheit geschrieben. Solide, sauber und auf eine Art und Weise, die immer funktioniert. Ab und an gab es dann mal ein Buch, das im Präsens verfasst war, aber an weitere Formen kann ich mich nicht erinnern.
Aber seit zwei Jahren halte ich immer öfters mal ein Buch in der Hand, das einen direkt anspricht, wie zum Beispiel "Ich wünschte, ich könnte dich hassen." Dort wird man direkt mit "Du" angesprochen und schlüpft in die Rolle des Täters.
Etwas öfter gab es dann mal ein Buch, das einen Ich-Erzähler und einen oder mehrerer Charaktere beinhaltet, deren Handlungen in der dritten Person erzählt werden. Sehr interessant und ich persönlich mag die Mischung, denn es wirkt, als würde der Ich-Erzähler auch deren Perspektiven übernehmen.
Letzte Woche gab es dann wieder einmal etwas neues für mich, und zwar die "Wir"-Form. In "Two Boys Kissing" wird die Geschichte von den Geistern der Verstorbenen erzählt. Sie sprechen im "Wir", was teilweise sehr unter die Haut ging.

Was ist eure liebste Erzählform und was war die Interessanteste, die euch bis jetzt unterkam?

Kommentare:

  1. Hey ♥

    Das ist ja eine spannende Frage. Eigentlich habe ich keine "Lieblingserzählform". Ich finde einfach, dass die Form zum Inhalt (und umgekehrt) passen sollte, damit es der Geschichte gelingt, mir unter die Haut/an die Nieren/ins Herz zu gehen. Mal finde ich es toll, das Geschehen als Außenstehende zu beobachten, dann wieder finde ich es grenzenlos spannend, mittendrin im Erzählten zu sein.

    Ich finde es toll, wenn AutorInnen experimentieren und Neues ausprobieren. :) Auch wenn ich nicht feststellen konnte, dass das in den letzten 2,3 Jahren öfter passiert als früher. :D

    Viele liebe Grüße und ein schööönes Wochenende,
    Nana ♥

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    1. Geht mir genauso, wenn die Erzählweise mit der Story passt, ist doch alles in Ordnung. Man kann auch gerne experimentieren, solange es halt beim Lesen nicht stört.

      LG

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    2. Vielleicht bin ich auch experimentierfreudiger geworden und greife seit ein paar Jahren eher mal zu den Exoten :)
      Mir gefällt die Abwechslung total!

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