Donnerstag, 5. November 2015

(Buchvorstellung) Das Joshua-Profil von Sebastian Fitzek

 

Titel: Das Joshua-Profil
Autor: Sebastian Fitzek
Seiten: 432
Erscheinungstermin: 26.10.2015
Verlag: Bastei Lübbe
Originalversion: Ja
Originaltitel: Das Joshua-Profil
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Na, als ob ich mir das Buch entgehenlassen würde.

Inhalt:
Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß ... im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover gefällt mir echt gut, da es auch ein bisschen an ein Spinnennetz, oder eine Falle erinnert, die jeden Moment zuschnappt.

Titel:
Hier werde ich mit Sicherheit nicht spoilern, aber ich finde den Titel gut gewählt.

Schreibstil:
Wie immer hat Sebastian Fitzek einen Schreibstil drauf, der mich kaum Luft holen ließ. Ich hatte das Buch in zwei Tagen durch, da es unmöglich war, es wegzulegen. Auch war es schön, wie er mit den Perspektiven gespielt hat. Alles, was Max erlebt, wurde in der Ich-Perspektive geschrieben, die Erlebnisse der Postbotin, seiner Tochter, Frau und den Antagonisten in der dritten Person.
Die Kapitellängen variieren, ich empfand keins als zu lang oder zu kurz. Es hat mich eher angereizt, weiterzulesen, da man schnell denkt "Das eine geht noch!".

Charaktere:
Max hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Seine Handlungen waren nachvollziehbar und durch die Ich-Perspektive empfand ich seinen Stresspegel noch einmal heftiger, da man als Leser noch mehr im Geschehen drin war. Dafür waren die anderen Personen sehr blass, das bin ich von dem Autor so gar nicht gewohnt. Sie waren einfach dazu da, die Story voranzutreiben. Ich empfand seinen Bruder Cosmo als einzige Ausnahme, aber vielleicht auch eher, da von ihm eine gewisse unterschwellige Gefahr ausging. Enttäuscht war ich von der 10-jährigen Jola. Also nicht von dem Kind, aber von der Art und Weise, wie Sebastian Fitzek sie dargestellt hat. Sie wirkt selten wie ein Kind, eher wie eine 14-Jährige. Manchmal sogar noch älter. Ich musste mich deshalb permanent daran erinnern, dass sie erst 10 ist.

Erwähnenswert:
Ein sehr verworrener Thriller, der dem Titelbild gerecht wird.

Stuck in my Head:
»Jola erinnerte sich an die meisten Empfehlungen, die der Brandmeister beim Klassenausflug zur Feuerwehr gegeben hatte. Nur hatte er nicht gesagt, wie man sich im Brandfall verhalten sollte, wenn man mit dem Rücken an einen Holzträger gefesselt war." « (S. 138)
Krisenreif:
Die Nebencharaktere waren teilweise wirklich schlecht charakterisiert. Es tut mir weh, das zu schreiben, denn ich bin das von diesem Autor einfach nicht gewöhnt. Gerade Jola war absolut unglaubwürdig.

Fazit:
Mal wieder ein extrem spannender Fitzek-Thriller, der aber leider doch in der Charakterisierung Schwächen hatte, über die ich so stark gestolpert bin, dass ich einen Stern abziehen muss. Abgesehen davon ist es wirklich ein sehr gut geschriebener Pageturner!


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