Samstag, 19. Dezember 2015

(Buchvorstellung) Verity heisst Wahrheit von Jeannie Waudby

 

Titel: Verity heisst Wahrheit
Autor: Jeannie Waudby
Seiten: 400
Erscheinungstermin: 27.11.2015
Verlag: Chickenhouse
Originalversion: Nein
Originaltitel: One of Us
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Die Story klang so spannend, dass ich es einfach haben musste.

Inhalt:
Brotherhood gegen Residents – eine Zeit, die von Misstrauen und Gewalt geprägt ist. Um dem endlich ein Ende zu setzen, nistet sich die 16-jährige K als Spionin bei der Brotherhood ein. Damit führt sie ein Doppelleben und muss sich als eine von ihnen ausgeben. Keine leichte Aufgabe. Schließlich wollen diese Radikalen eigentlich ihren Tod. Oder hat man sie belogen? Greg jedenfalls ist für sie kein kaltblütiger Killer, sondern viel mehr als das. Aus Wahrheiten werden Lügen, aus Gegnern Menschen. Und bald weiß K nicht mehr, wem sie überhaupt noch trauen kann. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover ist okay. Mir ist klar, dass das Rot den Konflikt und vielleicht auch die Gesellschaft der Brotherhood visualisieren soll, aber im Laden hätte es mich nicht angesprochen, da sowohl die Schrift, als auch die Protagonistin mit dem Hintergrund verschwimmen. Das Bild bietet einfach nichts, woran das Auge einen Halt finden kann.

Titel:
Der Titel dagegen gefällt mir sehr gut, aber das würde die Story spoilern. Wobei der englische Titel noch besser passt und meiner Meinung nach auch einfach hätte übersetzt werden können.

Schreibstil:
Das Buch ist in der Ich-Perspektive aus Ks, beziehungsweise Veritys Sicht geschrieben und das sehr gut. Die Seiten fliegen nur so dahin und ich hatte das Buch innerhalb von zwei Abenden durch. Auch die Kapitellänge motiviert zum Weiterlesen, denn sie sind recht kurz, sodass man schnell das Verlangen verspürt, auch das nächste noch zu lesen.
Des Weiteren gelingt es der Autorin sehr gut, den Leser in die Geschichte hineinzuziehen, denn sie erzählt sehr visuell, ohne sich in ausufernden Erklärungen zu verirren. Längen kamen im Buch absolut keine auf, denn der Spannungsbogen zieht sich kontinuierlich durch die gesamte Geschichte.

Charaktere:
Das Buch beschränkt sich auf drei wichtige Charaktere. Natürlich Verity und neben ihr Greg und Oskar. Vorab: Es gibt keine Dreiecksbeziehung, was einer der Gründe ist, weshalb ich das Buch so gut finde. Greg geht mit Verity zur Schule und zwischen den beiden entwickelt sich ganz langsam eine Beziehung. Allerdings konnte ich die Gefühle der beiden nicht immer ganz nachvollziehen. Es wirkte ein bisschen, als klammere sich die Autorin an ihr Exposé, obwohl ihre Charaktere ganz woanders hinwollte. Oskar. Ja, er war relativ gut ausgearbeitet, allerdings haben mir hier einfach Hintergrundinformationen gefehlt, die sein Handeln erklärt hätten.
Alles in allem aber eine gute Leistung mit etwas Platz nach oben.

Erwähnenswert:
Wer Dystopien mag, sollte hier zugreifen, zumal das Buch den heutigen Zeitgeist durch das Thema Kulturkampf/Terrorismus gut trifft.

Stuck in my Head:
»Mein Herz fängt wild zu schlagen an und mein Kopf wird wattig. Wenn ich den heutigen Tag überstehe, ohne mich zu verraten, ist es ein Wunder.« (S.114)
Krisenreif:
Bei der Charakterisierung wäre bis auf bei Verity noch mehr drin gewesen.

Fazit:
Ich habe das Buch verschlungen, da es eine sehr spannende Story und eine sympathische Protagonistin bietet. Somit konnte ich auch über die kleinen Schwächen hinwegsehen und die Geschichte schaffte noch auf fünf Punkte.






Kommentare:

  1. Das klingt wirklich nach einem Tollen und spannendem Buch. Ich habe es nun schpn einige Male auf den verschiedenen Blogs gesehen und freue mich doch, dass es dir so gut gefällt. (^.^)

    LG Doreen

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    1. Les es unbedingt, ich fand es trotz der Minikritikpunkte toll!

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  2. hey :)
    Das klingt wirklich richtig gut. Ich war mir nicht sicher, ob die Geschichte vielleicht etwas zu 08/15 werden würde, deswegen habe ich gezögert und mich noch nicht entschieden, ob ich es haben möchte. Aber da ich ein großer Dystopie-Fan bin, glaube ich, ich sollte es jetzt doch auf die Wuli packen.

    Liebe Grüße
    Lena

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    1. Ne, 08/15 ist es absolut nicht. Es wirkt halt ab und an konstruiert. Als klammere sie sich an ihr Exposé obwohl die Charaktere nicht wollen. Aber es ist sehr spannend und gut geschrieben!

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