Sonntag, 17. Januar 2016

(Buchvorstellung) Missing Girl – Verschollen von E.E. Cooper

 

Titel: Missing Girl – Verschollen
Autor: E.E. Cooper
Seiten: 304
Erscheinungstermin: 10.12.2015
Verlag: Harper Collins Germany
Originalversion: Nein
Originaltitel: Vanished
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Die Story klang spannend.

Inhalt:
Freundschaft. Obsession. Täuschung. Liebe. Kalah und ihre Freundinnen Beth und Britney sind unzertrennlich. Bis Beth an ihrem achtzehnten Geburtstag spurlos verschwindet. In der Highschool machen Gerüchte die Runde: Hat sich Beth heimlich mit Britneys Freund getroffen? Ist sie wirklich weggerannt? Bevor Kalah die Wahrheit herausfinden kann, erschüttert der Selbstmord einer Mitschülerin die ganze Highschool. Immer tiefer gerät Kalah in den Sog eines psychologischen Verwirrspiels, dessen tödliche Regeln sie nur langsam begreift … Ein rasanter Thriller um eine obskure Freundschaft, dunkle Geheimnisse und eine Liebe, die zur Besessenheit wird (Klappentext, Amazon)

Cover & Titel:
Das Cover ist richtig schön geworden. Vor allem die Farbkombination und Font wirken sehr harmonisch. Generell passt der Titel zur Story, auch wenn er mehr Spannung verspricht, als das Buch im Endeffekt bieten kann.

Schreibstil:
Gegen den Schreibstil kann ich nichts sagen. Das Buch ist flüssig aus Kalahs Sicht geschrieben und beginnt auch interessant und spannend. Allerdings habe ich mich beim Lesen die ganze Zeit gefragt, wo denn der auf der Rückseite versprochenen Thriller bleibt. Die Geschichte fokussiert sich auf die zwischenmenschlichen Probleme der Protagonisten, schafft es aber nicht, genug Tempo reinzubringen. Noch dazu war es von Anfang an vorhersehbar.

Charaktere:
Auch hier war Luft nach oben. Kalah hat mir ehrlich gesagt gut gefallen, da ich dieses Gefühl, anderen unbedingt gefallen zu wollen, aus meiner Jugend kenne. Es ist schwer, sich selbst treu zu bleiben, wenn der Zwang aus dem Freundeskreis so groß ist.
Allerdings war die Freundschaft nicht immer nachvollziehbar, sodass ich mir im Laufe der Story öfters mal an den Kopf fassen musste, da ich den Drang hatte, das Mädel ordentlich durchzuschütteln. Aber ich befürchte, sie wäre auch dann nicht aufgewacht.
Beth konnte ich nicht einschätzen, dafür kam sie nicht lang genug vor. Dafür ist schnell klar, dass man Britney nicht mögen soll, was die Geschichte jedoch vorhersehbar macht.

Erwähnenswert:
Ich sollte vielleicht anmerken, dass das wohl der erste Band einer Reihe ist, was in meinen Augen hätte angekündigt werden müssen.

Stuck in my Head:
»Ich dachte an all die kommenden ersten Male ohne sie: der erste Sommer, der erste Geburtstag, das erste Weihnachten. Ob ich wohl jemals aufhören würde, sie zu vermissen?« (S.145)
Krisenreif:
Kein Thriller weit und breit, aber eine Menge Zickenkrieg.

Fazit:
Ich bin nicht überzeugt von diesem Buch – leider. Die Idee gefällt mir. Kalahs Verhältnis zu ihren Freundinnen war eine gute Idee, die Auflösung leider vorhersehbar und Tempo gab es nicht. Dafür ist der Schreibstil sehr angenehm und es lässt sich trotzdem gut lesen.




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