Dienstag, 19. Januar 2016

(Film-Kritik) Joy – Alles außer gewöhnlich


Titel: Joy – Alles außer gewöhnlich
Studio:  Fox
Spielzeit: 2 Stunden 4 Min.
Erscheinungstermin: 31.12.2015

Warum wollte ich den Film sehen?
Der Trailer sah so mitreißend aus.

Inhalt:
JOY – ALLES AUSSER GEWÖHNLICH ist die aufregende Geschichte von Joy (Jennifer Lawrence), die ein Geschäftsimperium aufbaut und als Matriarchin leitet. In dieser intensiven, hochemotionalen und vor allem sehr menschlichen Komödie zeichnen Verrat, Vertrauensmissbrauch, der Verlust von Unschuld und verletzte Liebe Joys Lebensweg zum wahren Familienoberhaupt und zur Chefin ihres Unternehmens, mit dem sie sich in einer gnadenlosen Geschäftswelt erfolgreich behauptet. Während Joys innere Stärke und wilde Vorstellungskraft sie durch schwere Zeiten tragen, werden Verbündete zu Kontrahenten und Gegner zu Verbündeten – sowohl innerhalb als auch außerhalb der Familie.

Story:
Wer den Trailer gesehen hat, der freut sich auf einen lebensbejahenden Film, was Joy im Grunde auch ist. Eine Frau, die gegen sämtliche Widerstände kämpft. Sei es aus ihrer Familie, als auch im Berufsleben. Das lief sehr realistisch ab, allerdings fand ich, dass sie sich die gesamte Zeit über viel zu viel gefallen ließ. Irgendwie habe ich permanent auf den Moment gewartet, in der sie sich gegen ihre Familie auflehnt. Aber der Moment kommt nicht. Sie schlängelt sich einfach durch und vermittelt das Gefühl, dass es okay ist, sich von Verwandten runtermachen zu lassen und sie dafür auch noch durchzufüttern. Das fand ich sehr bedenklich. Es gab natürlich auch immer wieder tolle Szenen, die einfach nur Spaß gemacht haben und den Zuschauer mitnehmen. Dafür hat mir ein bisschen die Struktur gefehlt, denn die typische Heldengeschichte hatte keine großen Höhen, die ich eigentlich erwartet hätte.

Bild&Ton:
Auch wenn die Story etwas holprig war, haben die Kameraleute und das Schnitt-Team unglaublich gute Arbeit gemacht. Die Szenen waren sehr gut gedreht und es hat einfach Spaß gemacht, zuzusehen, zumal auch die ausgewählte Musik gut gepasst hat.
Auch die deutschen Synchronstimmen waren harmonisch, sodass ich hier nichts zu beanstanden habe. "Bild & Ton" übertrifft allerdings wirklich die Story.

Fazit:
Ach ja, ich hatte mich riesig auf diesen Film gefreut und bin mit hohen Erwartungen ins Kino. Aber irgendwie haben sich die Drehbuchautoren mehr auf die Starbesetzung, als auf den Plot verlassen.
Zusammenfassend kann ich sagen: Tolle Idee, die Umsetzung war jedoch etwas flach. Ich hätte mir zum Ende hin noch einen Wow-Effekt gewünscht.



Kommentare:

  1. Hallo,
    da sieht man mal wie unterschiedlich einem Trailer ansprechen. Ich fand den Trailer schon schwach und konnte mir da einfach keine gute Story vorstellen.

    Alles Liebe
    Sophie

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    1. Hi Sophie,

      ja, den Trailer fand ich tatsächlich richtig gut :)

      LG
      Sonja

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  2. Hallo^^

    Mir gings mit dem Film ähnlich. Insgesamt mochte ich ihn schon gerne, aber ein Höhepunkt hat mir da auch gefehlt. Am Ende erfährt man ja das ein oder andere, aber der Trailer hat einem irgendwie vermittelt, dass es noch spannender werden könnte. Trotzdem hatte ich einen schönen Kinobesuch mit dem Film:)

    Liebe Grüße,
    Julia

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    1. Hi Julia,

      ja, an dem fehlenden Höhepunkt scheitert es bei mir auch. Und daran, dass sie ihre Familie nicht zurechtweist. Einen schönen Kinobesuch hatte ich auch, aber ich bin halt mit dem "Es fehlt was"-Gefühl raus.

      LG
      Sonja

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