Sonntag, 24. Januar 2016

(Vorab-Buchvorstellung/Rezension) Half Lost von Sally Green

 

Titel: Half Lost
Autor: Sally Green
Seiten: 384
Erscheinungstermin: 31.03.2016
Verlag: Penguin Books Ltd (UK)
Originalversion: Ja
Originaltitel: Half Lost
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Die Autorin gehört zu meinen Lieblingsautoren. Sie kann einfach schreiben!

Inhalt:
Nathan Byrn is running again. The Alliance of Free Witches has been all but destroyed. Scattered and demoralized, constantly pursued by the Council's Hunters, only a bold new strategy can save the rebels from total defeat. They need the missing half of Gabriel's amulet - an ancient artefact with the power to render its bearer invincible in battle. But the amulet's guardian - the reclusive and awesomely powerful witch Ledger - has her own agenda. To win her trust, Nathan must travel to America and persuade her to give him the amulet. Combined with his own Gifts, the amulet might just be enough to turn the tide for the Alliance and end the bloody civil war between Black and White witches once and for all... (Klappentext, Amazon)

Cover & Titel:
Das Cover ist sehr schön gestaltet und passt vor allem zu den Vorgängen. Erst konnte ich mit dem brennenden Baum nichts anfangen, aber nach beenden des Buches ist es eigentlich offensichtlich, zumindest nach Nathans letzter Entscheidung.

Schreibstil:
Sally Green ist eine meiner Lieblingsautoren, da sie es schafft, mich derart zu fesseln, dass ich ihre Bücher einfach nicht aus der Hand legen kann. Aber sie schreibt auch schonungslos emotional und brutal. Wer mit dem ersten Band nicht klar kam, der sollte nicht weiterlesen. Nachdem der zweite etwas schonender war, legt sie hier noch einen drauf. Nicht nur an Brutalität, auch an emotionaler Grausamkeit. Ich hab am Ende geheult und das ist mir seit "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" nicht mehr passiert. Ich meine, ich lese Neal Shusterman (Kindergarten dagegen) und geh danach achselzuckend schlafen ohne Albträume oder emotionalen Schaden ...

Charaktere:
Das Buch konzentriert sich sehr auf das Verhältnis zwischen Nathan und Gabriel. Aber auch Celia, die gerade zum Ende hin versucht, für Nathan da zu sein. Dafür fielen alle anderen Charakter etwas flach aus und waren eher dazu da, die Story voranzutreiben.
Im Grunde dreht sich alles um Nathan, was mir persönlich sehr nahe ging. Man konnte ja schon im zweiten Band absehen, dass die Jahre in Gefangenschaft und die Folter aus dem ersten Band nicht spurlos an ihm vorbeigegangen sind. Aber nachdem Annalise seinen Vater erschoss, war es endgültig vorbei. Er ist so traumarisiert, dass er wirklich nen Knacks weg hat und das hat die Autorin auch sehr schön dargestellt. Allerdings fand ich es zum Ende hin einfach zu viel, da hätte sie meiner Meinung nach eine Kurve in Richtung Happy End für Nathan schlagen sollen, aber das passiert nicht, was mich als Leser sehr in der Luft hat hängen lassen.

Erwähnenswert:
Kein Happy End. Ich weiß, das ist ein kleiner Spoiler, aber ich finde, man sollte sich emotional drauf einstellen in dem Fall.

Stuck in my Head:
»I'm curious to see what will happen if Celia tries her Gift on me. I hate her noise. If there's one thing I dread, it's that. It's not just the pain but the memories, the shame, the number of times I've been left sniveling and groaning on the floor because of it. But now I want her to use it on me. She is also keen to try it, it seems.« (S.219)
Krisenreif:
Kein Happy End, sagte ich das schon? Ich hätte dem Buch für die ersten 250 Seiten sofort 5 Sterne gegeben, aber ich frage mich gerade, ob Sally Green Nathan hasst. Jetzt ganz im Ernst, ich finde es schwierig das Buch mit nem guten Gefühl wegzulegen, denn es ist einfach grausam – sorry aber netter kann ich es nicht ausdrücken.

Fazit:
Ganz toller Storyverlauf (abgesehen vom Schluss), der sehr spannend ist und einen unglaublich mit Nathan mitleiden lässt, der, obwohl er traumarisiert ist, versucht das richtige zu tun. Auch Gabriel habe ich umso mehr ins Herz geschlossen, weshalb ich echt nicht mit dem Ende klar kam. Dafür gibt es auch einen Punkt Abzug, denn das hat meiner Euphorie einen gehörigen Dämpfer versetzt.


Kommentare:

  1. Puh, jetzt machst du mir richtig Angst. Klingt fast so, als würde Gabriel sterben, und den habe ich auch richtig liebgewonnen. Naja, lesen werde ich es natürlich trotzdem, denn ich kann ja schlecht auf den Abschluss verzichten. Der arme Nathan, sein Leben war doch bisher schon fies genug :-(

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    1. Ich werde dich nicht spoilern, aber ich glaube, die Autorin hat mit dieser Reihe irgendeinen sadistischen Fetisch ausgelebt ...

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