Donnerstag, 24. März 2016

(Buchvorstellung/Rezension) Angels Fall von Susanne Leuders

 

Titel: Angels Fall
Autor: Susanne Leuders
Seiten: 400
Erscheinungstermin: 01.10.2015
Verlag: Verlagshaus el Gato
Originalversion: Ja
Originaltitel: Angels Fall
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Das Cover, ich hatte das Buch auf der Messe entdeckt und direkt gelesen.


Inhalt:
Die siebzehnjährige Amelie von Engelsbach hat alles, was man für einen Start in ein vermeintlich erfolgreiches Leben braucht: Ein finanzstarkes Elternhaus, das ihr neben dem traditionsreichen Namen eine exzellente Ausbildung garantiert und die Tür zur Welt der Schönen und Reichen öffnet.
Nach einem Unfall gerät Amelies Welt allerdings vollkommen aus dem Ruder und sie verliert sich in einer selbst gewählten Isolation.
Amelie nennt sich lieber Angel, läuft mit Second-Hand-Klamotten herum und rebelliert, wo sie nur kann. Dementsprechend herrscht zu Hause ständig dicke Luft. Völlig allein gelassen bringt sie sich selbst immer wieder in gefährliche Situationen.
Im Internet lernt sie Striker kennen, mit dem sie täglich chattet. Er gibt ihr Halt und wird zu ihrem einzigen Freund. Als sie während eines Treffens erfährt, wer wirklich hinter diesem Nickname steckt, droht auch diese Freundschaft zu zerbrechen.
Doch dann erschüttert die nächste Katastrophe Amelies Leben und ihr wird klar, dass sie außer Striker niemanden hat, der zu ihr steht.
Der Junge hat allerdings seine eigenen Probleme. Auch er verbringt einen Teil seiner Freizeit im Internet. Dort gerät er an einen ziemlich üblen Typen, der ein Spiel vorschlägt, das nicht nur Striker in höchste Lebensgefahr bringt.

„Du oder ich, Striker? Wir sind die Letzten …“ (Klappentext, Amazon)

Cover & Titel:
Das Cover ist wunderschön und war ehrlich gesagt auch der Grund, weshalb ich auf das Buch aufmerksam wurde In Leipzig hingen überall Plakate und ich musste einfach zum Stand und es mir anschauen. Vom Coverbild und Titel her hätte ich jedoch gedacht, es sei Urban Fantasy. Es ist jedoch ein ganz normaler Thriller und der Titel ergibt bezogen auf die Story auch Sinn.

Schreibstil:
Das Buch ist hauptsächlich in der dritten Person geschrieben, spielt aber auch mit der Ich- und Du-Form, was das Lesen sehr interessant macht. Ich würde Angel, aus deren Sicht man die Geschichte erlebt, nicht unbedingt direkt als sympathische Protagonistin beschreiben. Am Anfang wird der Leser genau so auf Abstand gehalten, wie ihr Umfeld.
Hier hat es die Autorin geschafft, ein sehr realistisches Bild zu sauber und ich konnte mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich jedoch, so im letzten drittel passieren ein paar Zeit- und Gefühlssprünge, über die ich ein bisschen gestolpert bin. Dem Gesamtkonzept haben sie jedoch nicht geschadet.

Charaktere:
Das Buch fokussiert sich auf Angel und Striker, die zwar in der selben Stadt leben, sich aber nur über das Internet kennen. Zumindest, bis einige Ereignisse sie auch in der echten Welt aufeinanderprallen lassen. Es wird schnell klar, dass das reale Ich nicht immer mit dem virtuelle zusammenpasst, das man sich vorm Computer ausmalt.
Beide Charaktere waren sehr schön ausgearbeitet und wirkten meistens authentisch. Besonders gut hat mir auch gefallen, dass wir mit Angel keine Jungfrau in Nöten haben, sondern eine Protagonistin, die sich im Ernstfall auch selbst helfen kann, ja vielleicht sogar in ihrem Leben etwas zu oft für sich und ihre Interessen kämpfen musste.

Erwähnenswert:
Es ist ein ganz klassischer Thriller, der keinerlei übernatürliche Elemente beinhaltet.

Stuck in my Head:
»Diese Freundschaft war zu etwas Wertvollem geworden. Zu einer unerschütterlichen Instanz in ihrer beider Leben, die mit wachsender Bedeutung unbemerkt immer filigraner und verletzlicher geworden schien.« (S.170)
Krisenreif: Wie gesagt, es gab den ein oder anderen Sprung in der Geschichte, der etwas abrupt kam. Ansonsten fand ich es nicht so schön, dass die Kapitel nicht auf einer extra Seite, sondern mitten in der Seite anfingen. Auch war die Zeilenlänge länger, als bei anderen Büchern, wodurch die Lesbarkeit etwas erschwert wurde. Das sind allerdings Kritikpunkte, die mit der Story nichts zu tun haben.

Fazit:
Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und kann es jedem empfehlen, der mal aus dem aktuell gebotenem Mainstream ausbrechen möchte. Die Charaktere sind alles andere als gewöhnlich, die Story spannend und das Cover ein Traum. Wer es noch nicht kennt, sollte es schleunigst ändern.






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