Dienstag, 22. März 2016

(Buchvorstellung/Rezension)) Nur ein Tag von Gayle Forman

 

Titel: Nur ein Tag
Autor: Gayle Forman
Seiten: 432
Erscheinungstermin: 22.03.2016
Verlag: Fischer
Originalversion: Nein
Originaltitel: Just One Day
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Was eine Empfehlung vom Verlag.

Inhalt:
Allysons Leben ist genau wie ihr Koffer – überlegt, geplant und ordentlich gepackt. Doch am letzten Tag ihrer dreiwöchigen Europatour lernt sie Willem kennen. Als freier, ungebundener Schauspieler ist er all das, was die 18jährige Allyson nicht ist, und als er sie einlädt, mit ihr nach Paris zu kommen, trifft sie spontan eine für sie untypische Entscheidung. Sie ändert ihren Plan und geht mit ihm. Allyson erlebt einen Tag voller Abenteuer und Romantik, Freiheit und Nähe – bis Willem am nächsten Morgen nicht mehr da ist.
Ein überwältigendes Buch über Liebe, Identität und die Zufälle des Schicksals. (Klappentext, Amazon)

Cover & Titel:
Das Cover verrät sofort, dass es sich um einen Liebesroman handelt, aber es wurde mir so wärmstens ans Herz gelegt, dass ich dem Buch eine Chance gegeben habe. Besonders schön ist übrigens, dass sich Buchtitel und Covergestaltung von Band eins und zwei ergänzen.

Schreibstil:
Es ist unglaublich, aber ich hatte beim Lesen wirkliche in Lächeln auf den Lippen, da es einen ganz besonderen Charme besitzt. Fast schon, als hätte es ein Eigenleben und sei lebendig. Gayle Forman schafft es schon auf den ersten Seiten eine Atmosphäre zu erschaffen, die den Leser sofort in seinen Bann zieht. Dazu kommt ein sehr bildhafter Schreibstil, der mir oft das Gefühl gab, im Kino zu sitzen. Die 400 Seiten flogen nur so dahin und ich in zwei Tagen durch, obwohl ich aktuell viel am Arbeiten bin.
Das Buch ist übrigens komplett aus Allysons Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben.

Charaktere:
Auch in Sachen Charaktere konnte das Buch komplett punkten. Es war, als würde ich in Allysons Haut schlüpfen. Ich konnte ihre Begeisterung gegenüber Willem verstehen und auch ihre Trauer, als er am nächsten Tag einfach weg war. Sicher, auf der anderen Seite hätte man sagen können, sie ist selbst Schuld, irgendwie war es ja vorhersehbar. Aber die Autorin schafft es, einen so dreidimensionalen Charakter auf die Beine zu stellen, dass diese Überlegungen bei mir beim lesen gar nicht erst auftauchten. Ich habe mich von Willems Lebensfreude und Spontanität anstecken lassen und ihm jedes Wort abgekauft. Wie es zwischen den beiden weitergeht, werde ich in dieser Rezension jedoch nicht verraten, denn das ist ja der Kernpunkt der Story und das müsst ihr selbst erleben.

Erwähnenswert:
Alles, außer schnulzig.

Stuck in my Head:
»Ein einziger Tag mit Willem zu verbringen und Lulu zu sein, hat mich erkennen lassen, dass ich bin dahin in einem kleinen quadratischen Raum ohne Fenster und Türen gelebt hatte.« (S.114)
Krisenreif:
Nichts zu meckern!

Fazit:
"Nur ein Tag" ist seit Langem mal wieder eine Geschichte, die mich komplett fesseln und begeistern konnte. Es war, als würde ich mir einen unglaublich schönen Film ansehen und kann (als Liebesgeschichtenmuffel) nur jedem raten, zu diesem Buch zu greifen! Ich hab den zweiten Band schon hier liegen, der direkt als nächstes verschlungen wird.







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