Dienstag, 8. März 2016

(Buchvorstellung/Rezension) Wie das Licht von einem erloschenen Stern von Nicole Boyle Rodtnes

 

Titel: Wie das Licht von einem erloschenen Stern
Autor: Nicole Boyle Rodtnes
Seiten: 243
Erscheinungstermin: 07.03.2016
Verlag: Beltz
Originalversion: Nein
Originaltitel: Hul i hovedet
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Mir wurde da Buch auf der letzten Messe empfohlen.

Inhalt:
Vega wird aus ihrem Teenagerleben gerissen, als sie nach einem Unfall nicht mehr sprechen kann. Die 17-Jährige kämpft wütend und frustriert mit ihrem Schicksal, das sie immer mehr zu einer sprachlosen Außenseiterin macht. Ein ergreifender Roman, emotional und packend geschrieben. Seit Vega bei einer Feier gestürzt ist, leidet sie an Aphasie. Sie kann nicht sprechen, kaum lesen und mit noch größerer Mühe schreiben. Auch die Beziehung zu ihrer besten Freundin Ida und ihrem Freund Johan gibt ihr keinen Halt, denn sie kommen mit ihrer Krankheit nicht zurecht. Vega fühlt sich innerlich wie tot und zieht sich immer mehr zurück. Bis sie Theo trifft, der ebenfalls an Aphasie leidet und beide merken, dass sich zusammen leichter ein Weg in ein neues Leben finden lässt. (Klappentext, Amazon)

Cover & Titel:
Das Cover ist wirklich wunderschön, auch wenn es mich ein bisschen an "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" erinnert. Auch die Pfauenfedern sind in Bezug auf die Story gut gewählt, denn sie ergeben später noch Sinn.
Mir persönlich ist der Titel jedoch etwas zu lang, obwohl er sehr schön ist.

Schreibstil:
Kaum angefangen und schon mitten drin. Vega erzählt unglaublich schön und melancholisch, wie sich ihr Leben von einer auf die andere Minute geändert hat. Der Schreibstil ist zudem sehr einfach zu lesen, auch wenn das Buch unglaublich traurig ist. Ich hatte oft einen Knoten im Magen, weil mich ihr Schicksal sehr mitgenommen hat. Es ist ein ernstes Buch, das es dennoch schafft, positiv zu bleiben. Ihm gelingt mit einen durchdachten Storyaufbau, den Leser mitzunehmen, ohne eine zu depressive Stimmung zu erzeugen.

Charaktere:
Auch in Sachen Charakterisierung kann die Autorin bei mir punkten. Sowohl Vega als auch Theo sind beide sehr schön ausgearbeitet und man nimmt ihnen jede Handlung ab. Während Theo deutlich optimistischer durch das Leben geht, muss Vega diese Entwicklung im Laufe des Buches erst nich hinlegen. Aber ich denke das ist es, was das Buch ausmacht. Es setzt weniger auch Tempo, dafür aber auch glaubhafte Emotionen, die die einzelnen Charaktere weiterbringen und zum Leben erwecken.

Erwähnenswert:
Das Buch spielt in Dänemark, was sehr erfrischen ist.

Stuck in my Head:
»Ich habe keine Lust, jemals wieder aufzustehen. Will nur sitzen bleiben und wie eine Statue mit dem Stein verwachsten, als ewige Erinnerung daran, dass gerade hier unsere Beziehung gestorben ist. Hier habe ich meine beste Freundin und meinen Freund am selben Tag verloren.« (S.120)
Krisenreif:
Nichts zu Meckern.

Fazit:
"Wie das Licht von einem erloschenen Stern" ist sicherlich kein leichtes Futter. Themen wie Aphasie sind ernst, aber eben leider ein Teil vom Leben. Dafür schafft es das Buch, eine wunderschöne Geschichte zu erzählen und wird zumindest mir eine ganze Weile im Gedächtnis bleiben.








Kommentare:

  1. Das liest sich so, als ob mir das Buch gefallen könnte. Ich mag Bücher, die sich mit ernsten Themen beschäftigen.

    Schöne Rezension, danke!

    Gruß
    Babsi

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    1. Liebe Babsi,

      les es unbedingt, es ist toll :)

      LG
      Sonja

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