Samstag, 23. April 2016

(Buchvorstellung/Rezension) Locked in: Wach auf, wenn du kannst von Holly Seddon

 

Titel: Locked in: Wach auf, wenn du kannst
Autor: Holly Seddon
Seiten: 432
Erscheinungstermin: 14.03.2016
Verlag: Heyne
Originalversion: Nein
Originaltitel: Try Not To Breathe
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Klingt sehr spannend.

Inhalt:
Du denkst, sie hört dich nicht. Aber du täuschst dich.
Alex Dale ist eine brillante Journalistin. Doch sie hat ein Alkoholproblem. Mehr als ein paar Stunden am Tag hält sie ohne Drink nicht aus, beruflich hangelt sie sich von einem Freelance-Job zum nächsten. Bei der Recherche für einen Artikel stößt sie auf den Fall von Amy Stevenson, die seit vielen Jahren im Koma liegt. Und plötzlich erwacht Alex’ untrüglicher journalistischer Spürsinn wieder. Sie ahnt, dass Amy ein Geheimnis hat. Aber wer soll einer Alkoholikerin schon glauben? (Klappentext, Amazon)

Cover & Titel:
Das Cover gefällt mir von der Haptik sehr gut, da sich glatt-glänzende und rau-matte Stellen abwechseln. Auch der Titel passt gut, wobei ich mal wieder nicht verstehe, warum man einen englischen in einen neuen umwandelt.

Schreibstil:
Eine Journalistin in der Hauptrolle und ein spannender Fall? Mehr brauchte ich gar nicht zu wissen, da stand schon für mich fest, dass ich es lesen muss. Das Buch ist auch angenehm flüssig geschrieben, sodass es vor allem am Anfang wirklich sehr spannend ist. Leider baut diese Spannung im Mittelteil ab, da hier meiner Meinung nach unnötige Längen entstehen. Erst zu Ende hin wird es wieder flotter.
Was jedoch sehr interessant war, waren die verschiedenen Sichtweisen, aus denen die Geschichte erzählt wird. Dadurch bekam man einen guten Rundumblick, ohne dass zu viel vom Plot verraten wurde.

Charaktere:
Die Protagonisten des Buches waren gut charakterisiert, aber ich hatte so meine Probleme mit Alex. Ihr Alkoholproblem wirkte einfach zu gewollt, als ob es einfach zum guten Ton gehört, die aktuellen Bücher mit Antihelden auszustatten. Das kann funktionieren, wenn es richtig durchdacht ist. Das war hier leider nicht der Fall. Vor allem zum Ende hin wurden manche Probleme einfach nicht glaubhaft gelöst. Auch entwickeln die Charaktere sich kaum weiter, es war ein bisschen, als treiben sie nur die Handlung voran.

Erwähnenswert:
Kein Thriller, eher ein Spannungsroman.

Stuck in my Head:
»Alex wusste ganz genau, sobald sie durch die Straßen lief und sich wahllos die nächste Kneipe suchte, steckte sie innerhalb einer Stunde in einem Besäufnis.« (S.176)
Krisenreif:
Die Längen hätten nicht sein müssen.

Fazit:
Ein ganz gutes Buch mit einer spannenden Geschichte. Allerdings hapert es etwas an der Charakterisierung und es gibt immer mal wieder langweilige Abschnitte, weshalb ich einen Stern abziehe. Es ist durchaus lesenswert, aber es sind zeitgleich auch deutlich bessere Bücher erschienen..







Kommentare:

  1. Hey,

    Das Buch ist mir gerade zum zweiten Mal auf einem Blog untergekommen. Grundsätzlich klingt es ja spannend, aber die von dir erwähnten Längen finde ich kritisch.
    Wahrscheinlich werde ich es wieder von meiner WL streichen. Ich hab auch so genug andere Bücher, die meine Aufmerksamkeit erfordern ;)

    Liebste Grüße,
    Lena von Tiny Hedgehog

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    1. Hey Lena,

      ja, also Längen gibt es leider. Aber da Thema ist gut, von daher: man kann's schon lesen :)

      LG
      Sonja

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  2. Hallöchen liebe Sonja,
    ich kann deine Rezension vollkommen nachvollziehen. Schon als ich das Buch das erste Mal in der Hand hatte, habe ich mir gedacht "Das ist nicht ihr ernst." Da steht da tatsächlich ein Vergleich zu "Girl on the train" drauf und ganz ehrlich, es hat doch keinerlei Ähnlichkeit mit "Girl on the train" außer, dass eben die Protagonistin Alkoholikerin ist .. und bei "Girl on the train" hat das wenigstens noch Sinn gemacht und die Handlung beeinflusst, was bei diesem Buch gar nicht der Fall war. Irgendwie wirkte das gezwungen. Ansonsten habe ich das Buch sehr genossen. Ich fand den Aufbau und den Verlauf spannend und würde es auch weiterempfehlen. :)

    Liebst, Lotta

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    1. Huhu Lotta,

      also die Handlung fand ich auch gut, nur halt die Protagonistin unglaubwürdig. Und mit der steht und fällt halt die Story ...

      LG
      Sonja

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  3. Hi du :D

    Ich glaube es gibt wenige Sachen die ich beim Lesen mehr hasse als Bücher die unnötig lang sind! Ich liebe dicke Wälzer solange die Länge auch wirklich gerechtfertigt ist! Bücher nur auf Grund von Seitenfüllern so lange sind finde ich absolut schrecklich! Ich werd nach deiner Rezension, auch wenn sie gar nicht schlecht ausfällt, lieber die Finger davon lassen :D

    Liebe Grüße
    Tamara

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    1. Hi Tamara,

      das sehe ich genauso, ich reagiere auf Längen auch sehr empfindlich, weshalb es mich hier gestört hat.

      LG
      Sonja

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