Donnerstag, 28. April 2016

(Buchvorstellung/Rezension) Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben von Matt Haig



Titel: Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben
Autor: Matt Haig
Seiten: 304
Erscheinungstermin: 18.03.2016
Verlag: dtv
Originalversion: Nein
Originaltitel: Reasons To Stay Alive
Rezensionsexemplar: Nein

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Es war in meinem Lovelybooks-Beutel von der Buchmesse. Aber lustigerweise wollte ich mir das Buch sowieso besorgen.

Inhalt:
Ein Buch, das es eigentlich gar nicht geben dürfte. Denn mit gerade mal 24 Jahren wird Matt Haig von einer lebensbedrohlichen Krankheit überfallen, von der er bis dahin kaum etwas wusste: einer schweren Depression. Es geschieht auf eine physisch dramatische Art und Weise, die ihn buchstäblich an den Rand des Abgrunds bringt. Dieses Buch beschreibt, wie er allmählich die zerstörerische Krankheit besiegt und langsam ins Leben zurückfindet. Eine bewegende, witzige und mitreißende Hymne an das Leben und an das Menschsein – ebenso unterhaltsam wie berührend. »Ich habe dieses Buch geschrieben, weil letztendlich doch etwas dran ist an den uralten Klischees: Die Zeit heilt alle Wunden, und es gibt ein Licht am Ende des Tunnels, auch wenn wir es zunächst nicht sehen können. Und manchmal können Worte einen Menschen tatsächlich befreien.« Matt Haig (Klappentext, Amazon)

Cover & Titel:
Also bei dem Titel schaut man doch wirklich zwei Mal hin. Und gleich vorab: Matt schreibt wirklich gute Gründe auf, um am Leben zu bleiben. Auch das Cover ist sehr treffend gestaltet, mit dem Männchen, das an der Klippe steht.

Schreibstil:
Matt Haig gehört zu meinen Lieblingsautoren. Das liegt zum einen an seinem trockenen britischen Humor, den er auch gerne auf Twitter von sich gibt, aber auch an seinem Schreibstil. Das Buch ist schonungslos ehrlich. Es ist kein Text über, sondern einer mit Depression und das macht es zu etwas besonderem. Matt setzt sich hier wirklich mit seiner Krankheit auseinander und geht auch mit denen ins Gericht, die Depression als eine "Stell dich nicht so an"-Krankheit abwimmeln. Es lässt sich trotz des ernsten Themas sehr leicht lesen, teilweise musste ich sogar schmunzeln.

Erwähnenswert:
Ich bin nicht depressiv, neige aber zu Stimmungstiefs und wenig Selbstvertrauen, weshalb ich sagen kann, dass mir das Buch wirklich geholfen hat. Es ist kein Allheilmittel und Menschen, die wirklich unter Depression leiden, gehören zum Arzt. Aber das Buch setzt sich auf angenehme Art und Weise mit dem Thema Depression und Angststörungen auseinander. Übrigens sollte es wohl wirklich zu mir. Ich hatte es auf der Messe erst nicht mitnehmen wollen, da ich schon so viele Bücher hatte. Aber dann lag es in meinem Lovelybooks-Beutel, was wohl Schicksal war.

Stuck in my Head:
»In dem Hotel zu übernachten, wo Oscar Wilde gestorben war, machte es nicht besser. Es garantierte nur, dass ich auch dort sterben würde. In Paris sterben, wie Oscar Wilde. Außerdem war ich überzeugt, dass mich die Luft umbringen würde. Ich war seit vier Jahren nicht mehr im Ausland gewesen.« (S.175/176))
Krisenreif:
Nichts zu meckern!

Fazit:
Lesen.
Ich glaube, man erwartet von mir, ein Fazit zu schreiben, das aus mehr als sechs Zeichen besteht, aber ich kann euch wirklich nur ans Herz legen, das Buch zu lesen. Es ist sehr erhellend, liest sich leicht und spricht ein wichtiges Thema an.



1 Kommentar:

  1. Ave,
    ich bin mal so frei, deine Rezension als Zweitmeinung in meiner Rezension zu verlinken, die am Freitag erscheinen wird. Ich fande das Buch auch wirklich gut.

    Liebe Grüße,
    Seitenfetzer

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