Sonntag, 17. April 2016

(Rezension/Buchvorstellung) Die längste Nacht von Isabel Abedi

 

Titel: Die längste Nacht
Autor: Isabel Abedi
Seiten: 408
Erscheinungstermin: 10.03.2016
Verlag: Arena
Originalversion: Ja
Originaltitel: Die längste Nacht
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Ich wollte schon immer mal was von der Autorin lesen.

Inhalt:
Es sind nur ein paar Sätze in einem noch unveröffentlichten Manuskript, das Vita im Arbeitszimmer ihres Vaters findet - aber etwas an ihnen verzaubert und verstört die Siebzehnjährige gleichzeitig. Wenig später bricht sie mit ihren Freunden zu einer Fahrt quer durch Europa auf und stößt in Italien durch Zufall auf den Schauplatz des Manuskripts: Viagello, ein malerisches kleines Dorf. Der Ort strahlt für Vita eine merkwürdige Anziehungskraft aus, die noch stärker wird, als ihr der Seiltänzer Luca buchstäblich vor die Füße fällt. Auf den ersten Blick ist Luca für Vita etwas Besonderes, doch etwas an ihm und seiner Familie kann sie nicht fassen. Noch ahnt sie nicht, dass er sie auf eine Reise tief in ihre Erinnerungen führen wird, an deren Ende etwas steht, was einst in Viagello geschah - in jener längsten Nacht. (Klappentext, Amazon)

Cover & Titel:
Das Cover ist sehr schön gestaltet, denn das Gesicht ist im Umschlag ausgestanzt, sodass der gelbe Umschlag durchscheint. Dadurch wird es aber auch sehr empfindlich, denn bei mir ist es in der Handtasche eingerissen (Oben, wo der Haaransatz bei der Stirn ist). Aber der Titel gefällt mir sehr gut, da er auch schön zu Geschichte passt.

Schreibstil:
Das Buch ist schön geschrieben und Vita eine angenehme Ich-Erzählerin. Allerdings braucht das Buch in meinen Augen zu lange, um in Fahrt zu kommen. Es passiert zwar mal das ein oder andere Interessante am Anfang, zum Beispiel als Vita die Leseprobe des Manuskripts findet. Aber alles in allem dauert es zu lange, bis die Story einen mitnimmt. Also die ersten 50 Seiten musste ich mich zwingen, es weiterzulesen und das ist sehr schade. Generell tauchen immer wieder Längen auf, die einfach nicht hätten sein müssen. Denn das Geheimnis, das das kleine Dorf in Italien umgibt, ist durchaus spannend, aber da hätten auch 300 Seiten gereicht und dafür mehr Tempo. Was Isabel Abedi jedoch sehr schön gestaltet hat, ist ihr Setting. Ich denke jeder, der schon einmal in Italien war, hat hier durch sie Fernweh bekommen. Wer noch nicht da war, kann sich jetzt bildhaft vorstellen, wie es aussehen könnte.

Charaktere:
Vita war nett. Allerdings war es das auch schon. Ich hatte stets das Gefühl, dass alle Charaktere ihr "Ding" abspulten, um die Story voranzutreiben, aber kein wirkliches Eigenleben hatten. Das ist sehr schade, denn die Autorin hat ja einen sehr guten Ruf. Wahrscheinlich sollte ich mal zu einem älteren Werk greifen. Dieses hier ist von der Charakterisierung her solide, aber ich hatte mir deutlich mehr erhofft.

Erwähnenswert:
Ich habe leider keinen Vergleich, ob die Vorgänger besser sind, weshalb ich "Lucian" wohl noch eine Chance geben werde, das liegt eh auf dem SuB.

Stuck in my Head:
»"Es gibt viele Formen von Liebe", sagte er. "Das ist das Kranke daran. Unser Verstand, der uns glauben machen will, dass Liebe sich in ein Raster sperren lässt. Aber Liebe ist frei, und Liebe bleibt immer Liebe, ganz egal, wem sie gilt."« 
Krisenreif:
Zu viele Längen.

Fazit:
Ich habe lange überlegt, ob ich vier oder drei Sterne vergebe, aber ich war echt froh, als ich das Buch beendet hatte, weshalb drei wohl angemessen sind. Die Idee ist super und es hätte wirklich toll werden können, aber die Umsetzung ist in meinen Augen einfach zu langatmig. Das Buch wird seinem Titel leider gerecht.






Kommentare:

  1. Schade, dass dir das Buch nur so mittelmäßig gefallen hat - ich mochte es zwar gerne und habe einen Punkt mehr vergeben, aber ich fand es auch nicht so gut wie meine Lieblinge von Abedi, "Isola" und "Lucian" nämlich. Die solltest du unbedingt ausprobieren, wenn wir Schreibstil und Setting gefallen haben, dafür hat die Frau nämlich echt ein Händchen ;)

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  2. Wie schade. Deine Rezension ist schön aussagekräftig.
    LG Nisnis

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  3. Huhu Sonja,

    ja mir waren es ab und zu auch ein paar zu viele Längen. Wie du schon schreibst hätte das Buch ein wenig kürzer sein können.

    Liebe Grüße
    Sandra

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  4. Huhu Sonja,

    schöne Rezension, die mich - zum Glück - davon abhaltet das Buch SOFORT und UNBEDINGT haben zu wollen ;D. *puhhh* Noch einmal Glück gehabt.
    Denke für deine aussagekräftige Rezension, sie hat mir wirklich weitergeholfen!

    LG. Tiana

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