Dienstag, 31. Mai 2016

(Buchvorstellung/Rezension) Der Keller von Minette Walters



Titel: Der Keller
Autor: Minette Walters
Seiten: 224
Erscheinungstermin: 18.04.2016
Verlag: Goldmann
Originalversion: Nein
Originaltitel: The Cellar
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Der Klappentext klang sehr spannend..

Inhalt:
Munas Leben ist die Hölle. Und niemand kommt ihr zu Hilfe, denn keiner weiß, dass die Familie Songolis ihr Hausmädchen behandelt wie eine Sklavin. Dabei muss sie sich nicht nur Tag für Tag bis zur Erschöpfung um das Wohl der Songolis kümmern, sondern wird auch noch jede Nacht in einen dunklen, fensterlosen Keller gesperrt. Doch dann kehrt eines Tages der jüngste Sohn der Familie aus unerklärlichen Gründen nicht mehr nach Hause zurück. Damit die ermittelnden Polizeibeamten nichts von Munas Schicksal erfahren, darf sie ihren Keller verlassen. Und diese Chance nutzt sie auch. Denn Muna ist sehr viel klüger, als alle ahnen – und ihre Pläne sind sehr viel schockierender, als irgendjemand jemals vermuten würde ... (Klappentext, Amazon)

Cover & Titel:
Das Cover ist ganz schön düster und gruselig. Das war es auch, was mich zum Buch greifen ließ. In Kombination mit dem Titel verpicht es einen sehr guten Thriller zu beherbergen.

Schreibstil:
224 Seiten sind nicht viel, um eine ganze Geschichte unterzubringen, haben aber auch den Vorteil, dass der Schreibstil flott ist. Das war auch hier der Fall. Man wird als Leser mitten in die Geschichte geworfen, die aus der dritten Person geschrieben ist. Generell wirkten die Erzählungen rund um Muna sehr emotionslos und kalt, was am Anfang für horrorähnliche Elemente sorgte. Leider gab es keine wirklichen Wendungen und Überraschungen.

Charaktere:
Dass Muna einen psychischen Schuss weg hat, habe ich ihr nie übel genommen. Allerdings war es für mich als Leser sehr schwer, mich mit der Protagonistin zu identifizieren. Irgendwie war sie trotz der schlimmen Vorgeschichte sehr blass. Die Familie, bei der sie wohnt, ist ebenfalls sehr eindimensional aufgestellt und bedient wirklich jegliches Klischee. Das war auch einer der Gründe, weshalb ich die Story nicht so lebendig fand.

Erwähnenswert:
Ein sehr schockierendes Szenario.

Stuck in my Head:
»Bitte helfen Sie mir. Ich heiße Muna. Mr. und Mrs. Songoli haben mich gestohlen, als ich acht Jahre alt war. Ich möchte nach Hause, aber ich weiß nicht , wer meine Eltern sind und wo ich herkomme.« (S. 18)
Krisenreif:
Alles in allem nicht wirklich greifbar.

Fazit:
Munas Geschichte ist sehr heftig und schockieren. Der Schreibstil und die Umsetzung waren aber eher Mittelmaß. Mir haben die Wendungen gefehlt und ich konnte mich nicht immer in die Protagonistin hineinversetzen.


Kommentare:

  1. Hallo Sonja,

    schade, dass dich das Buch nicht so begeistern konnte. Ich möchte es auch demnächst lesen und bin gespannt, wie ich es finden werde.
    Mh, aber fehlende Wendungen und eine allzu einseitige Handlung sind wahrlich etwas... langweilig...

    Lieben Gruß
    Steffi

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    Antworten
    1. Hey Steffi,

      es ist halt wirklich sehr geradlinig geschrieben. Deshalb fand ich es ziemlich lasch.

      Vielleicht gefällt es dir ja besser. :)

      LG
      Sonja

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  2. Bisher habe ich Walter Minette gut in Erinnerung. Diesml scheint es aber nicht so sein. Aber irgendwie erinnert mich dieses Buch an eine wahre Geschichte.... ich komme nur nicht drauf.
    Jedenfalls danke fürs Vorstellen. Ich werde mir dieses Buch trotzdem mal näher anschauen.
    Liebe Grüße
    Anja vom kleinen Bücherzimmer

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    1. Hi Anja,
      das war mein erstes Buch von ihr. Aber ihre Stammleserschaft auf Amazon war wohl richtig enttäuscht. Schade eigentlich. Die Story hatte Potential.

      Lg
      Sonja

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