Samstag, 11. Juni 2016

(Rezension/Buchvorstellung) Albert muss nach Hause von Homer Hickam



Titel: Albert muss nach Hause
Autor: Homer Hickam
Seiten: 528
Erscheinungstermin: 07.06.2016
Verlag: HarperCollins
Originalversion: Nein
Originaltitel: Carrying Albert Home
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Empfehlung vom Verlag.

Inhalt:
"Ich oder der Alligator!"
Keinen Tag länger will Homer Hickam der Ältere sein Badezimmer mit einem bissigen Reptil namens Albert teilen. Als der Bergwerksarbeiter seiner Frau ein Ultimatum stellt, muss Elsie lange überlegen. Schließlich ist ein Leben ohne Alligator doch sinnlos. Wie alles hier in Coalwood, West Virginia. Die ganze trostlose Stadt liegt unter einer schwarzen Staubschicht begraben. Und selbst vor ihrer Ehe hat die Große Depression keinen Halt gemacht. Trotzdem fällt Elsie die Entscheidung - unter einer Bedingung: Sie müssen Albert nach Hause bringen. Zurück nach Florida. In einem alten Buick. Mit Alligator auf dem Rücksitz …  (Klappentext, Amazon)

Cover & Titel:
Das Cover ist schön gestaltet und verspricht eine lockere Geschichte. Vor allem der Titel hatte mich angesprochen, denn Chaos scheint hier vorprogrammiert zu sein.

Schreibstil:
Homer Hickam erzählt die Geschichte in der dritten Person: Die verrückte Reise von ihm und Elsie, die einen Alligator zurück in die Wildnis bringen wollen. Das Ganze basiert auf einer wahren Geschichte und es ist nicht immer klar, was "ausgeschmückt" ist und was nicht. Ich denke, das ist auch der Charme dieser Story. Das Buch soll in erster Linie unterhalten, und das tut es auch.

Charaktere:
Nachdem Albert versucht, Homers Hose zu fressen und dieser daraufhin halbnackt in den Garten flüchtet, ist für hin klar: Das Untier muss weg! Hier gab es dann schon die erste Überraschung, denn Elsie ist sich gar nicht so sicher, ob sie ihren Mann oder ihr Haustier wählen soll.
Die Charaktere sind vielschichtig gestaltet, denn es geht gar nicht nur darum, Albert an einem geeigneten Ort auszusetzen, sondern vor allem um die Frage, ob das Ehepaar überhaupt glücklich miteinander ist. Diese Entwicklung fand ich sehr schön – Ein bisschen wie ein roter Faden, der sich durch's Buch zieht.

Erwähnenswert:
Das Buch basiert auf einer wahren Geschichte.

Stuck in my Head:
»Vielleicht musste sie ihm einfach noch eine Chance geben. Vielleicht.« (S. 341)
Krisenreif:
Elsie ist teilweise sehr negativ dargestellt – was ihr Verhalten betrifft. Das ist ein bisschen schade und macht es schwer, sie zu mögen.

Fazit:
Wer auf der Suche nach einer unterhaltsamen Sommerlektüre ist, könnte hier das richtige Buch finden. Es ist nicht perfekt, sorgt aber für einige schöne Lesestunden.

Kommentare:

  1. Ich werde es mir einmal vornehmen. Vielen Dank für die Rezi.

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  2. Wundervoller Blog. Kreativ und wertvoll. Strahlt richtig aus der Masse heraus. WOW!
    GLG und einen guten Start in die neue Woche, Mel

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