Donnerstag, 21. Juli 2016

(Buchvorstellung/Rezension) Die Falle von Melanie Raabe



Titel: Die Falle
Autor: Melanie Raabe
Seiten: 352
Erscheinungstermin: 11.04.2016
Verlag: btb
Originalversion: Ja
Originaltitel: Die Falle
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Nach all den begeisterten Stimmen musste ich es auch dringend lesen.

Inhalt:
Die berühmte Bestsellerautorin Linda Conrads lebt sehr zurückgezogen. Seit elf Jahren hat sie ihr Haus nicht mehr verlassen. Als sie im Fernsehen den Mann zu erkennen glaubt, der vor Jahren ihre Schwester umgebracht hat, versucht sie, ihm eine Falle zu stellen - Köder ist sie selbst.  (Klappentext, Amazon)

Cover & Titel:
Mir gefällt das Cover des Taschenbuches deutlich besser, als das der Erstausgabe. Man erkennt sofort, dass es sich um einen Thriller handelt und die Farbwahl gibt meiner Meinung nach auch die Psyche der Protagonistin sehr gut wieder. Aber dazu gleich mehr.

Schreibstil:
Linda erzählt die Geschichte in der Ich-Perspektive, wodurch man einen sehr guten Einblick in ihre Psyche bekommt. Zwischendrin liest man immer wieder Passagen aus ihrem neusten Buch, mit dem sie den Mörder ihrer Schwester in eine Falle locken möchte. Die Autorin schafft es, den Leser schnell in ihren Bann zu ziehen, denn es scheint so, als lägen die Fakten schon nach 30 Seiten auf dem Tisch. Das Buch ist sehr geradlinig und in einem hohen Tempo erzählt. Das hält die Spannung aufrecht und man fragt sich stets, was noch kommen mag.

Charaktere:
Da die Story fast ausschließlich in einem geschlossenen Raum (Lindas Haus) stattfindet, beschränkt sich der Handlungsstrang auf zwei Charaktere. Zum einen Linda, die etwas schräge Autorin, die aus psychischen Gründen das Haus nicht mehr verlassen kann und Victor, der Journalist, den Linda verdächtigt, ihre Schwester ermordet zu haben. Mir hat sich permanent die Frage gestellt, ob er es wirklich war oder Linda nur verrückt ist. Sie wirkt streckenweise sehr exzentrisch und legt ein extremes schwarz-weiß-Sehen an den Tag. Beide Charaktere, aber vor allem Linda sind sehr gut ausgearbeitet, wodurch sie stets glaubhaft handeln.

Erwähnenswert:
Das Buch ist schon älter, aber definitiv empfehlenswert und es soll wohl verfilmt werden.

Stuck in my Head:
»Keines dieser Lebensmittel habe ich auf Basis des Geschmacks ausgesucht, sondern in Hinblick darauf, wie wahrscheinlich es ist, dass man eine ordentliche DNA Spur hinterlässt, wenn man sie zu sich nimmt.« (S.94)
Krisenreif:
Nichts zu meckern.

Fazit:
Ich bin momentan sehr pingelig, was meinen Lesestoff angeht. Sobald es mich auch nur ein bisschen langweilt, lege ich es weg. Diese Gefahr bestand bei "Die Falle" nicht eine Minute lang. Ich habe das Buch an einem Tag verschlugen und kann es blind weiterempfehlen.


Kommentare:

  1. Hallo Sonja,

    schön, dass es dir auch gefallen hat. Hier spielt Melanie Raabe so richtig mit ihren Lesern. Ich habe mir zu Beginn auch gedacht, dass man ganz schön rasch mit den Hintergründen abgefertigt wird, aber dann kam ja noch was. ;-)

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Ja, ich war echt gespannt, was da noch kommt. Freue mich schon auf ihr nächstes Buch :)

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