Dienstag, 5. Juli 2016

(Wanderbuch-Rezension) Tag Vier von Sarah Lotz



Titel: Tag Vier
Autor: Sarah Lotz
Seiten: 448
Erscheinungstermin: 18.04.2016
Verlag: Goldmann Verlag
Originalversion: Nein
Originaltitel: Day Four
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Lotta hatte eine Wanderbuch-Aktion gestartet.

Inhalt:
Am vierten Tag einer Kreuzfahrt durch den Golf von Mexiko hält das betagte Schiff „Beautiful Dreamer” plötzlich und unerwartet an. Die Maschinen lassen sich nicht wieder starten, es gibt keinen Strom, keinen Funkempfang, und weder Passagiere noch Crew-Mitglieder können Rettung anfordern. Als die Situation sich verschlimmert und das Essen sich dem Ende neigt, beginnt die Besatzung unruhig zu werden. Und dann wird noch die Leiche einer jungen Frau in ihrer Kabine entdeckt, Panik bricht aus. An Bord hält sich ein Mörder auf – aber das ist noch nicht alles: Merkwürdige Dinge geschehen, und bald wünschten alle, es wäre nur ein Mörder, der unter ihnen ist.  (Klappentext, Amazon)

Cover & Titel:
Das Cover sieht schon sehr düster aus und ist im gleichen Stil wie das des Vorgängers "Die Drei" gehalten. Ich behaupte jetzt einfach mal, das nächste würde "Tag Fünf" heißen.

Schreibstil:
Das Buch ist aus mehreren Perspektiven in der dritten Person geschrieben. Dadurch bekommt der Leser einen guten Rundumblick, manche Geheimnisse fliegen meiner Meinung nach aber dann zu schnell auf. Andere, die wichtig gewesen wären, um die Story voranzubringen, werden zu lange aufgeschoben. Somit hat das Buch ähnliche Probleme, wie der Vorgänger: Es entstehen einfach Längen, die nicht hätten sein müssen. 100 Seiten weniger, und es hätte sich in einem flotten Tempo lesen lassen. So habe ich mich in der Mitte hin und wieder dabei erwischt, wie ich Seiten überflog. Und auch eine meiner Mitleserinnen kam mit dem langsamen Tempo nicht so klar. Wie ihr seht, haben wir alle fleißig ins Buch geschrieben, sodass wir im Grunde eine Art Leserunde hatten. Das war teilweise wirklich lustig, an anderen Stellen wurde ich sogar auf Dinge aufmerksam, die ich überlesen hatte. Definitiv eine Leseerfahrung, die ich jederzeit wiederholen würde.

Charaktere:
Einen richtigen Hauptcharakter gibt es nicht. Wenn ich mich entschieden müsste, dann wohl für Maddie. Sie ist die Assistentin des Mediums Celine. Sie weiß natürlich, dass ihre Chefin den Kunden nur das Geld aus der Tasche zieht. Zumindest glaubt sie das, bis sie plötzlich mit unerklärbaren Ereignissen konfrontiert wird. Ebenfalls wichtig war Xavier. Ein Blogger, der Celine hinterher spioniert, um sie als Betrügerin zu entlarven. Meiner Meinung nach hätte es gereicht, sich auf diese beiden Personen zu fokussieren. Leider ist das Buch ein Sammelsurium an kuriosen Charakteren, sodass ich mich gerade am Anfang wirklich konzentrieren musste, um nicht durcheinanderzukommen. Von drogensüchtigen Ärzten, über mordende Passagiere bis hin zu suizidgefährdeten Omas ist alles vertreten.

Erwähnenswert:
Das Buch kann gelesen werden, ohne "Die Drei" zu kennen, auch wenn es natürlich von Vorteil ist. Manchmal werden Ereignisse daraus angesprochen und man trifft Celine wieder.
Wichtig wäre vielleicht noch, dass es einige übernatürliche Ereignisse an Board gibt – man sollte also Mystery-Fan sein.

Krisenreif:
Wie schon beim Schreibstil erwähnt, gab es Längen, die nicht hätten sein müssen. Wiederholung nahmen dann doch öfters als nötig Raum ein und verleiteten mich dazu, Passagen zu überfliegen.

Fazit:
"Tag Vier" ist ein Buch, das einen durchaus unterhaltsam durch den Tag bringen kann. Wer auf eine Portion Grusel steht (Nachts um drei Uhr von Dämonen in der Kabinentoilette zu lesen, könnte einem den Schlaf rauben) kommt außerdem auf seine Kosten. Schade waren die Kapitel, die nur den Zweck zu erfüllen schienen, die Seiten zu füllen. Durch die kam ich aber dank der bissigen Kommentare meiner Mitleiterinnen ganz gut durch.

Kommentare:

  1. Hallo Sonja,

    das Buch habe ich mir gerade gekauft. Ich muss unbedingt die "Fortsetzung" lesen. Es gibt auch ein Buch namens "Tag Drei"? :-O Habe ich das was verpasst? Oder meinst du "Die Drei"? An Celine kann ich mich irgendwie gar nicht mehr erinnern...

    Lieben Gruß
    Steffi

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    1. Oh, das ist ein Schreibfehler von mir. Ich ändere das gleich! Doch, Celine war diese Hochstaplerin.

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