Sonntag, 21. August 2016

(Buchvorstellung/Rezension) Wir sind nicht zu fassen von Kurt Dinan



Titel: Wir sind nicht zu fassen
Autor: Kurt Dinan
Seiten: 320
Erscheinungstermin: 25.07.2016
Verlag: Magellan
Originalversion: Nein
Originaltitel: Don't Get Caught
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Mir wurde das Buch auf der letzten Buchmesse empfohlen.

Inhalt:
Klassenzimmer voller Wasserbomben, öffentliche Rache an fiesen Lehrern, eine Kuhherde auf dem Schuldach – die Aktionen des mysteriösen Chaos-Clubs sind legendär. Als Max eine rätselhafte Einladung des Clubs erhält, sieht er seine Chance gekommen: Endlich nicht mehr Mister Kein-Sozialleben, Mister Durchschnitt, Einfach-nur-Max sein! In der Hoffnung, in die Geheimgesellschaft aufgenommen zu werden, vergisst er völlig Gangsterregel Nr. 4: Bleib misstrauisch. Und so findet er sich genau in dem Moment vor dem verunstalteten Wasserturm auf dem Schulgelände wieder, als der Sicherheitsdienst auftaucht – eine Falle! Max kocht vor Wut und setzt auf Gangsterregel Nr. 7: Dein ist die Rache! (Klappentext, Amazon)

Cover & Titel:
Erst habe ich mich gefragt, was die Kuh auf dem Cover soll – aber im Laufe der Story macht es dann Sinn. Ohne zu viel verraten zu wollen, sie gehört zu einem der Streiche. Ich habe schon länger kein "richtiges" Kinderbuch mehr gelesen (und da würde ich "Wir sind nicht zu fassen" einordnen, auch wenn die Charaktere Jugendliche sind), aber Spaß hatte ich trotzdem.

Schreibstil:
Die Protagonisten sind alle im Teenie-Alter, wodurch der Schreibstil sehr locker ist. Max erzählt in der Ich-Perspektive, seine Entwicklung und Gedanken lassen sich im Laufe der Geschichte sehr gut nachvollziehen. Gerade die Identitätskrise, durch die viele Jugendliche gehen, wird hier sehr deutlich.   Nachdem Max und ein paar Mitschüler vom Chaos-Club reingelegt wurden, beschließen sie, diesen auffliegen zu lassen. Das ist natürlich nicht so einfach, wenn man nicht weiß, mit wem man es zu tun hat. Der Plan, sich selbst als Chaos-Club auszugeben, um die anderen aus der Reserve zu locken, sorgt für viele lustige Szenen. Alles in allem lässt das Buch sich (wenn man genug Zeit hat), an einem Tag durchlesen. 

Charaktere:
Max spricht oft von Nur-Max und Nicht-Max. Er unterteilt sich in den Langweiler und den Revolutionär. Letzterer bringt ihm die gewollte Anerkennung seiner Mitschüler und Selbstbewusstsein. Dafür wird gerade zum Ende hin deutlich, dass er den echten Max verliert. Er schwimmt ein bisschen in den Erfolgen mit, die er und seine Freunde mit ihren Aktionen haben und muss sich auch moralischen Fragen stellen, ob sie nicht das ein oder andere Mal zu weit gegangen sind.

Erwähnenswert:
Ein Kinder-/Jugendbuch, das nie belehrend wirkt, aber dennoch zum Nachdenken anregt.

Stuck in my Head:
»Ich werde jetzt nicht die Moral von der Geschicht' und so auspacken, aber hier die Kurzfassung: Nicht-Max oder Nur-Max? Ich entscheide mich für … keinen von beiden. Ich werde mich nicht länger in so einfache Kategorien einordnen. Und ganz bestimmt werde ich es auch sonst niemandem erlauben.« (S.232)
Krisenreif:
Nichts zu meckern.

Fazit:
Das Buch liest sich eher wie ein Kinder- als ein Jugendbuch, auch wenn die Charaktere schon etwas älter sind. Das mag zum einen daran liegen, dass sie mal nicht die Welt retten müssen, zum anderen aber auch am sehr leichten Schreibstil. Ich kann das Buch also auch jüngeren Lesern empfehlen, da es nicht nur angenehm zu lesen ist, sondern auch eine Botschaft vermittelt und sympathische Charaktere mitbringt.







Kommentare:

  1. Anonym15:33

    Hi Sonja,

    ich fand das Buch auch klasse :)

    Lg
    Lena

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