Donnerstag, 18. August 2016

(Filmkritik) Ein Mann namens Ove


Titel: Ein Mann namens Ove
Anzahl Discs: 1
Medium: Blu-Ray
Studio: Concorde Video
Spielzeit: 116 Min.
Erscheinungstermin: 18.08.2016
Rezensionsexemplar: Ja
Freigegeben ab: 12

Warum wollte ich den Film sehen?
Da ich das Buch nicht gelesen, aber schon viel darüber gehört habe, musste jetzt der Film her.

Inhalt:
So einen kennt jeder! Diese Sorte des schlecht gelaunten, grantigen in die Jahre gekommenen Nachbarn, der jeden Morgen seine Kontrollrunde in der Reihenhaussiedlung macht, Falschparker aufschreibt, Fahrräder an ihren Platz räumt und Mülltonnen auf korrekte Mülltrennung überprüft. Genau so einer ist Ove (Rolf Lassgård). Dabei will er eigentlich Schluss mit allem machen. Nachdem er vor einigen Wochen seine geliebte Frau verloren hat, versucht er nun immer wieder, sich auf diverse Arten das Leben zu nehmen. Erfolglos - irgendetwas kommt einfach jedes Mal dazwischen. Auch beim neuesten Versuch wird Ove gestört. Und zwar als die neuen Nachbarn mittendrin seinen Briefkasten über den Haufen fahren. Von diesem Augenblick an steht Oves Leben auf dem Kopf. Denn hinter der grimmigen Fassade verbirgt sich eigentlich ein großes Herz. Und manchmal braucht es eben nur eine streunende Katze, das richtige Werkzeug und eine unerwartete Freundschaft, um alte Wunden zu heilen…

Fazit:
Ich bin unvoreingenommen an diesen Film herangegangen, was wohl die beste Entscheidung war. Eine Komödie ist es auf keinen Fall, ein richtiges Drama auch nicht. Die Geschichte schafft es, eine Art Gratwanderung zu vollziehen. Die Trauer, die Ove verspürt, kann man fast durch den Fernseher spüren, aber auch die Hoffnung, die sich Stück für Stück in ihm aufbaut, obwohl er sich dagegen wehrt. So viel will ich eigentlich gar nicht verraten, aber Rolf Lassgård hat eine große schauspielerische Leistung erbracht und mich komplett begeistert. Klar, der Film liegt ein bisschen im Magen, aber man freut sich über die sympathischen Momente, wenn Ove sich mit der Katze anfreundet, die er eigentlich verscheuchen wollte, wenn er wieder anfängt sich für seine Mitmenschen zu interessieren und sie sich für ihn. Gerade die Szene, in der er seiner neuen Nachbarin das Autofahren selbst beibringt, da er seinem anderen Nachbarn dafür zu ungeeignet findet, hat sich mir ins Gedächtnis gebrannt. "Ich kann es mir nicht mit ansehen, wie ein Idiot einem anderen Idioten das Autofahren beibringt", sagt er in seiner typisch ruppigen Art. Aber er schafft es natürlich nicht lange, alle auf Anstand zu halten.
Einziges kleines Manko war die Tonspur der Blu-Ray. Ove nuschelt öfters mal und das ist dann bei normaler Lautstärke schwer zu verstehen.

Das Buch habe ich nicht gelesen, aber die begeisterten Bewertungen und dieser tolle Film haben mich neugierig gemacht, sodass es bestimmt bald bei mir einziehen wird.



Kommentare:

  1. Ich war von dem Buch begeistert und muss sagen, dass mich der Trailer sehr abgeschreckt hat. Ich werde den Film bestimmt noch im Kino sehen, aber ich bin mir nicht sicher ob dieser mit dem Buch mithalten kann.
    Lg, Lele von lifeofaboredgirl.wordpress.com

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    1. Ich muss das Buch mal lesen. Es hat ja eine Menge tolle Kritiken kassiert :)

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  2. Hallo Sonja,

    ich hatte letztes Jahr das Hörbuch gehört und war begeistert. Auf den Film freue ich mich schon und bin gespannt, wie es ungesetzt wurde. Ove ist ein herrlich, verschrobener Charakter, den man einfach nur mögen muss :)

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Ich mochte den Film sehr und werde das Buch hoffentlich bald lesen :)

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