Mittwoch, 14. September 2016

(Buchvorstellung/Rezension) Killing Games von Roger Hobbs



Titel: Killing Games
Autor: Roger Hobbs 
Seiten: 384
Erscheinungstermin: 18.08.2016
Verlag: Goldmann
Originalversion: Nein
Originaltitel: Vanishing Games
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Die Story klang gut und ich mag das Cover.

Inhalt:
Jack weiß, wie man Spuren verwischt, Menschen verschwinden lässt und sich selbst fast unsichtbar macht. Er ist ein Ghostman und dazu noch ein sehr guter. Nur einmal in seinem Leben hat er einen Coup vermasselt. Seitdem hat er seine damalige Mentorin Angela nicht mehr gesehen. Als sie ihn jetzt um Hilfe bittet, zögert er keine Sekunde. Es geht um einen missglückten Überfall, bei dem Angelas Leute wohl mehr entwendet haben als nur Edelsteine. Angela hat sich damit Feinde in gefährlichen Kreisen gemacht, die jetzt hinter der Beute her sind, und über Leichen gehen. Jack ist Angela noch etwas schuldig. Damals hat sie sein Leben gerettet. Jetzt ist es an ihm, sich zu revanchieren … (Klappentext, Amazon)

Cover & Titel:
Das Cover gefällt mir von der Gestaltung her sehr gut. Auch wenn ich nicht verstehe, warum mal wieder ein englischer Titel in einen anderen englischen geändert wurde.

Schreibstil:
Wer ein Buch sucht, das sich flüssig weglesen lässt, der ist hier genau richtig. Zumal dem Autor gerade zu Anfang ein sehr interessanter Perspektivenwechsel gelingt, als das Buch von der dritten in die erste Perspektive springt. Man ist direkt zu Anfang in der Story drin die knapp 400 Seiten verfliegen wie im Flug. Das lag nicht nur am spannenden Plot sondern auch am detailreichen Schreibstil. Ich hatte Macau bildlich vor Augen.
Zartbesaitete sollten aber dennoch Abstand nehmen, denn das Buch trägt seinen Namen zu Recht. Fünf bis zehn Leichen weniger hätten es auch getan.

Charaktere:
In dieser Kategorie schwächelt das Buch leider. Ist der Schreibstil noch mitreißen und flüssig, warten die Charaktere mit stereotypischem Verhalten auf. Die beide Protagonisten scheinen aus einem billigen Krimi entlaufen zu sein und wirken fast schon wie Übermenschen: Sie wissen und können einfach alles. Dagegen weisen der Antagonist und seine Handlanger keinerlei tiefgründige Züge auf. Im Grunde morden sie sich nur von einer Szene zur nächsten. Das macht den ansonsten gut durchdachten Plot etwas kaputt.

Erwähnenswert:
In diesem Buch gibt es eigentlich nur "Die Börsen", aber auch die müssen ja Antagonisten haben.

Stuck in my Head:
»Angela war das Original. Sie war die erste Ghostwoman – tatsächlich der erste Ghostman. Vorher hatte es jemanden wie sie nicht gegeben.« (S.143)
Krisenreif:
Schlechte Charakterisierung.

Fazit:
Ich weiß nicht, was ich noch schreiben soll. Das Buch ließ sich sehr leicht lesen. Wirklich innovativ war es aber aufgrund der billigen Protagonisten nicht. Solides Mittelmaß trifft es wohl am besten. Wirklich weiterempfehlen kann ich es nicht.






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