Sonntag, 16. Oktober 2016

(Buchvorstellung/Rezension) Bluescreen von Dan Wells



Titel: Bluescreen
Autor: Dan Wells
Seiten: 368
Erscheinungstermin: 04.10.2016
Verlag: Piper
Originalversion: Nein
Originaltitel: Bluescreen – Mirador 1
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Ich gehe auf das Bloggertreffen auf der Buchmesse und Dan Wells wird da sein.

Inhalt:
Nach den Bestsellern um den Serienkiller John Cleaver führt Dan Wells in eine Zukunft, die erschreckend schnell Realität werden kann: Los Angeles im Jahr 2050 ist eine Stadt, in der du tun und lassen kannst, was du willst – solange du vernetzt bist. Durch das Djinni, ein Implantat direkt in deinem Kopf, bist du 24 Stunden am Tag online. Für die Menschen ist das wie Sauerstoff zum Leben – auch für die junge Marisa. Sie wohnt im Stadtteil Mirador, doch ihre wirkliche Welt ist das Netz. Und sie findet heraus, dass darin ein dunkler Feind lauert. Als sie an die virtuelle Droge Bluescreen gerät, die Jugendlichen einen sicheren Rausch verspricht, stößt Marisa auf eine Verschwörung, die größer ist, als sie je ahnen könnte ... (Klappentext, Amazon)

Cover & Titel:
Na ja, so einfallsreich ist das Cover jetzt wirklich nicht. Ich habe mir mal das Original angesehen und muss sagen: Das ist deutlich schöner geworden und Marisa, die dort abgebildet ist, gefällt mir viel besser. Dafür passt der Titel super zur Story und wurde nicht verändert.

Schreibstil:
Ich habe leider etwas gebraucht, bis ich in die Story reingekommen bin. Am Anfang zieht es sich leider, da die Mädels etwas zu viel am zocken sind. Auf der einen Seite war es mir sympathisch, dass die Gruppe etwas nerdig ist, auf der anderen waren mir die Szenen einfach zu breit getreten. Richtig spannend wurde es erst, als Marisas Freundin Anja eine neue Szenendroge namens Bluescreen nimmt, denn damit nehmen die Geschehnisse ihren Lauf. So harmlos, wie die Droge angeblich sein soll, ist sie natürlich nicht und die Freunde geraten schnell zwischen die Fronten eines Bandenkriegs im Jahre 2050 – also sehr technisch und spannend.
Was mich zudem etwas gestört hat waren die vielen spanischen Wörter/Sätze. Ich spreche kein Wort spanisch und wollte dann auch nicht mit dem Wörterbuch im Gepäck lesen.

Charaktere:
Marisa hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Sie ist zwar oft "typisch Mädchen", dann aber eben wieder auch nicht, da sie als Hackerin und Techniknerd so gar nicht in den Stereotyp passen möchte, für den ich sie am Anfang hielt. Auch ihre beiden Freundinnen Anja und Sahara hatten einige Ecken und Kanten, was beide Charaktere interessant werden ließ, aber sie standen doch etwas hinter Marisa zurück. Mein heimlicher Favorit dagegen war Bao, Marisas bester Freund. Er kann mit dem ganzen technischen Fortschritt so gar nichts anfangen und setzt stattdessen auf sein altes und treues Handy. Während er dafür hin und wieder belächelt wird, dachte ich mir die ganze Zeit "kluger, kluger Junge …"

Erwähnenswert:
Ein bisschen technikinteressiert sollte man als Leser sein, denn das Buch setzt hier einen klaren Schwerpunkt.

Dan Wells auf der Buchmesse:


Krisenreif:
Etwas schwerer Einstieg.

Fazit:
Mein erster Dan Wells. Der Mann weiß, wie man schreibt. Zwar fand ich den Einstieg ins Buch etwas holprig, aber nach einer Weile entwickelte sich ein richtiger Suchtfaktor und ich las die letzten 200 Seiten in einem Rutsch durch. Wer einen spannenden Sci-Fi sucht, ist hier richtig.





Kommentare:

  1. Hallo Sonja,

    ich habe vor kurzem die ersten beiden teile der "Partials"-Trilogie von dem Autor gelesen, bei denen auch auffällt, dass Wert auf die wissenschaftlichen Details gelegt wurde. Auch dieses neue Buch von ihm klingt interessant, auch dank deiner Rezi.

    Liebe Grüße
    Dana

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    1. Die Reihe habe ich noch nicht gelesenen. Aber ich halte mal danach Ausschau :)
      Ja, Technik ist wohl sein Ding :D

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