Donnerstag, 20. Oktober 2016

(Rezension/Buchvorstellung) Eure Dummheit kotzt mich an von Rayk Anders



Titel: Eure Dummheit kotzt mich an
Autor: Rayk Anders
Seiten: 208
Erscheinungstermin: 14.10.2016
Verlag: dtv
Originalversion: Ja
Originaltitel: Eure Dummheit kotzt mich an
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Der Autor spricht wichtige Themen an, über die der ein oder andere Mal nachdenken sollte.

Inhalt:
Deutschland ertrinkt in Angst: Alle wollen einem etwas Schlechtes. Geglaubt wird nur, was das eigene Vorurteil bestätigt. Verschwörungstheorien und gefährliches Halbwissen werden begeistert verbreitet. Hass und Dummheit entwickeln sich zu treibenden Kräften unserer Gesellschaft. Bullshit vergiftet das Land.
Gegen diesen Aberwitz bezieht Rayk Anders Position, indem er unmissverständlich sagt, was Sache ist. Fahrlässige Falschmeldungen und gezielte Meinungsmache werden entlarvt. Herz und Verstand statt Hetze und Angst. Eine wichtige Stimme, nicht nur für seine Generation. (Klappentext, Amazon)

Cover & Titel:
Ziemlich provokativer Titel, der aber die Aussage des Buches deutlich auf den Punkt bringt. Vor allem erregt es Aufmerksamkeit, anders wäre ich vielleicht gar nicht auf den Autor aufmerksam geworden.

Schreibstil:
Soll man lachen oder weinen, angesichts der aktuellen Situation in Deutschland? Begriffe wie "Lügenpresse", "Nazis" und "Gutmenschen" sind fast schon alltagstauglich geworden. Generelle Hetze im Netz wird zum Alltag und alles und jeder scheint hinterfragt zu werden, es sei denn, es steht auf Facebook. Über solche Zustände kann man nur den Kopf schütteln, oder, wie Rayk Anders es tut: Dagegenhalten. Mit einem gekonnt sarkastischen Unterton widerlegt er in "Eure Dummheit kotzt mich an" Falschaussagen und spricht über das, was in Deutschland gerade passiert.
Auch wenn sich das Buch auf Politik und Gesellschaft konzentriert und die Kapitel sehr lang sind, bietet es einen großen Unterhaltungswert. 

Erwähnenswert:
Rayk Anders spricht wichtige Themen an, auch wenn ich glaube, dass die Leute, denen das Buch guttun würde, es nicht in die Hand nehmen werden. Stammt ja von einem Journalisten, denen ist nicht zu trauen.

Stuck in my head:
»Das mag für die Jüngeren unter den Lesern geradezu unglaublich klingen: Doch es gab eine Zeit, in der hat man eine Zeitung, die man nicht mochte, einfach nicht gelesen. Der pure Wahnsinn. War einem der Spiegel zu links, griff man zur wirtschaftsfreundlichen Welt, fand man die taz zu multikulti, abonnierte man Junge Freiheit, und war einem die BILD zu peinlich, las man sie heimlich.« (S.125)
Krisenreif:
Nichts zu meckern.

Fazit:
Ich gehöre auch zu denen, die das ganze Misstrauen den Medien gegenüber absolut nicht verstehen. Immerhin haben wir ein Gleichgewicht zwischen den Öffentlich-Rechtlichen und Privaten – zum Glück. Und vielleicht sollte auch nicht vergessen werden: Hinter jeder  Zeitung sitzen Menschen und denen kann mal ein Fehler passieren – wie in jedem anderen Job auch. Wer ein unterhaltsam geschriebenes Buch mit viel Gesellschaftskritik sucht, ist hier richtig.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...