Samstag, 15. Oktober 2016

(Serienkritik) Narcos Staffel 1


Titel: Narcos Staffel 1
Anzahl Discs: 3
Medium: Blu-Ray
Studio: Polyband
Spielzeit: 500 Min.
Erscheinungstermin: 1.09.2016
Rezensionsexemplar: Ja
Freigegeben ab: 16

Warum wollte ich den Film sehen?
Bei all den positiven Rezensionen konnte ich nicht widerstehen.

Inhalt:
Zu Beginn der 80er Jahre hieß der größte Drogenschmuggler der Welt Pablo Escobar. Er war der personifizierte Inbegriff des kolumbianischen Traums und gehörte schnell zu den reichsten und mächtigsten Männern seines Landes. Die Verbreitung von kolumbianischem Kokain brachte ihn und das Medellin-Kartell an die Spitze des internationalen Drogenhandels. Mit dem Geld kam die Gewalt. Escobar wurde von vielen für seine Skrupellosigkeit und Brutalität gefürchtet. Das kolumbianische Volk aber verehrte ihn aufgrund seiner nach außen wirkenden charismatischen Art und seinen Einsatz für gemeinnützige Zwecke. Die kolumbianischen und US-amerikanischen Behörden kämpften über Jahre gegen dieses beispiellose Drogenimperium und die beiden US-Drogenfahnder Steve Murphy und Javier Peña setzten alles daran Escobars illegalem Treiben endlich ein Ende setzen.

Fazit:
Ich hatte die Serie damals nicht im Fernehen verfolgt, was natürlich jetzt den Vorteil hatte, dass ich sie mehr oder weniger an einem Stück schauen konnte. Gerade bei spannenden Serien nervt es ja doch, jedes mal eine Woche warten zu müssen.
„Narcos“ steigt direkt in eine düstere Atmosphäre ein, die die achtziger und neunziger Jahre sehr gut einfängt. Vor allem der Erzähler aus dem Off und die Originalschauplätze lassen das Geschehen um den Drogenkrieg in Kolumbien so authentisch wirken.
Der Zuschauer bekommt mit der Zeit ein Gespür dafür, warum der Drogenbaron Pablo Escobar von vielen Kolumbianern als Heiliger verehrt wird, obwohl er ein Krimineller und Mörder ist. Unterdessen versuchen die "Narcos" (die Drogenbehörde) zusammen mit der Polizei, irgendwie gegen den Drogenhandel vorzugehen - bei all der Korruption ist das jedoch ein Kampf gegen Windmühlen.
Ein gewisser Suchtfaktor entsteht bei der Serie allein durch die Schauplätze, mit denen versucht wird, die Geschichte rund um Pablo Escobar zu erzählen. Allerdings hat mich ein Stilmittel etwas gestört: Oft wird auf spanisch gesprochen und der Zuschauer muss mit Untertiteln mitlesen. Hier muss man dann wirklich mit alles Sinnen bei der Sache sein, um nichts zu verpassen. Das ist mal okay, mal wurde es etwas viel, vor allem wenn viele wichtige Szenen hintereinander passieren.
Die schauspielerische Leistung im Zusammenhang mit der Story ist aber dennoch eine Empfehlung wert und wird für einige unterhaltsame Abende sorgen können.


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