Donnerstag, 3. November 2016

(Buchvorstellung) Die Akte Harlekin von Thomas Vaucher



Titel: Die Akte Harlekin
Autor: Thomas Vaucher
Seiten: 352
Erscheinungstermin: 17.08.2016
Verlag: Riverfield Verlag
Originalversion: Ja
Originaltitel: Die Akte Harlekin
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Empfehlung vom Verlag.

Inhalt:
Ein Serienkiller, der seine Opfer sämtlicher Körperflüssigkeiten beraubt, versetzt die Bevölkerung in der Hansestadt Bremen in Angst und Schrecken. Die Angehörigen der Ermordeten begehen wenige Tage nach den Verbrechen Selbstmord, nachdem sie angegeben haben, ihnen seien die Getöteten als Geister erschienen. Die Polizei tappt im Dunkeln und engagiert den ehemaligen Kommissar und Experten für Okkultes, Richard Winter, als externen Ermittler für den Fall. Im Laufe seiner Nachforschungen macht Winter eine grauenvolle Entdeckung, die ihn jedoch bald selbst ins Visier des Killers geraten lässt …(Klappentext, Amazon)

Cover & Titel:
Das Cover gefällt mir sehr gut und war auch ein Grund, weshalb ich mir das Buch genauer angesehen habe – den Verlag kannte ich bis dahin nämlich noch gar nicht. Dass es ein Thriller ist, sieht man dem Buch auf jeden Fall an.

Schreibstil:
Das Buch punktet mit einer sehr spannenden Story, weshalb ich es kaum aus der Hand legen konnte. Sprachlich ist es solide. Hin und wieder bin ich aber über Ausdrucksweisen gestolpert, die ich so als eher ungewöhnlich betrachtet hätte. Der Schreibstil ist nicht schlecht, manchmal aber ein wenig stolpernd. Hier gibt es noch ein bisschen Luft nach oben. Warum die Leute teilweise mit Nachnamen und dann mit Vornamen beschrieben wurden, verstehe ich wirklich nicht. Der Autor gleicht das aber mit einem rasanten Plot wieder aus, sodass es mir irgendwann wirklich egal war – ich wollte einfach wissen, wie es weitergeht. Aus diesem Grund hatte ich das Buch dann auch nach zwei Tagen durch.

Charaktere:
Richard Winter ist ein Protagonist mit Ecken und Kanten. Nachdem er seinen Job verloren hat, wird er alkoholabhängig und in meinen Augen auch etwas depressiv. Er tut sich gerade zu Anfang sichtlich schwer, wieder auf die Beine zu kommen. Es war aber auch sehr erfrischend, mal keinen Superhelden vorgesetzt zu bekommen, sondern einen Charakter, der auch Fehler macht. Seinen Kollegen bei der Polizei konnte ich dafür nicht viel abgewinnen, sie waren im Vergleich etwas blass und unsympathisch. Wer mir dagegen sehr gefallen hat, war Catherine. Sie steht ihm immer wieder zur Seite, wenn er sich wieder in ein Loch fallen lässt – dazu kommt, dass sie ihr eigenes Geheimnis mit sich herumträgt. Aber mehr wird jetzt nicht verraten.

Erwähnenswert:
Hin und wieder etwas blutrünstig.

Stuck in my Head:
»Nur Dunkelheit, doch das Fenster stand offen und ein schwacher Windzug strömte durchs Zimmer. Winter runzelte die Stirn. Er war sich sicher, das Fenster, als er zu Bett gegangen war, geschlossen zu haben.« (S.252)
Krisenreif:
Der Schreibstil war nicht immer meins. 

Fazit:
Ein spannender Thriller, der mich bis zur letzten Seite fesseln konnte. Die Charaktere sind mal eine Abwechslung zum Mainstream und auch der übernatürliche Part konnte mich überzeugen. Durchaus eine Empfehlung und ich bin gespannt, was wir von dem Autor in Zukunft noch zu sehen bekommen.


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