Dienstag, 1. November 2016

(Buchvorstellung/Rezension) Fuck the Föhnfrisur von Meike Frei



Titel: Fuck the Föhnfrisur
Autor: Meike Frei
Seiten: 416
Erscheinungstermin: 18.04.2016
Verlag: blanvalet
Originalversion: Ja
Originaltitel: Fuck the Föhnfrisur
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Der Titel und Klappentext.

Inhalt:
Lehrerin Meike hadert mit ihrem Alltag: Will sie ihren Bildungsauftrag wirklich in die Tat umsetzen und sich bis zum Rentenalter die Lunge aus dem Hals schreien? Als sie ausprobiert, welchen Alternativjob ihr die Berufsberatung nahelegen würde, ist sie fassungslos: Ausgerechnet Friseurin soll sie werden?! Meike begibt sich in die Ausbildung, womit sie sogar bei ihren Schülern gut abschneidet: Schließlich brauchen die Topmodels und DSDS-Stars von morgen eine persönliche Stylistin, die noch dazu die Rechtschreibfehler auf ihren Autogrammkarten ausmerzen kann! Doch dann passiert etwas wahrhaft Haarsträubendes, womit niemand gerechnet hat …
 (Klappentext, Amazon)

Cover & Titel:
Das Cover schreit schon: Ich bin ein Frauenroman. Trotzdem (oder gerade deswegen?) hat es mich neugierig werden lassen und der Titel ist ja auch lustig. Im Gunde die Art Buch, nach der ich auf dem Flughafen greife.

Schreibstil:
Meike Frei schreibt locker in der Ich-Perspektive über ihr Leben als gefrustete Hauptschullehrerin. Natürlich sind die Erlebnisse ausgeschmückt, aber trotzdem schießen dem Leser schnell Bilder in den Kopf, die sämtliche Klischees bedienen. Das war auch ein kleines Problem, das ich mit dem Buch hatte. Dass wirklich alles schief lief (und einiges auch selbstverschuldet), hat manchmal doch genervt und war zu viel des Guten. Dennoch schafft die Autorin es, den Leser zu unterhalten und das Buch lässt sich leicht lesen.

Charaktere:
Die Autorin hat sich hier sehr überspitzt dargestellt – davon gehe ich jetzt einfach mal aus, ich kenne die Frau ja nicht persönlich. Ich konnte es gut nachvollziehen, dass sie gefrustet von ihrem Job ist und fand es sehr unterhaltsam, mich mit ihr ins Abenteuer "Haare schneiden" zu stürzen. Ihre oft eher impulsiven Aktionen haben mich oft zum Schmunzeln gebracht und ich ziehe meinen Hut vor ihr, dass sie alle Normen über Bord wirft und mal in eine ganz andere Richtung schaut. Ob sie dann wirklich Friseuse wird, verrate ich natürlich nicht.

Erwähnenswert:
Eine Mischung aus Biografie und Chicklit.

Stuck in my Head:
»Nachdem wir vereinbart haben, dass mein Praktikumsbeginn am ersten Tag der Osterferien sein wird, rase ich auf direktem Weg nach Hause, um meinem Liebsten von dieser bahnbrechenden Neuigkeit zu erzählen.« (S.195)
Krisenreif:
Hin und wieder waren die Szenen übertrieben dargestellt, das nervte etwas.

Fazit:
"Fuck the Föhnfrisur" ist für mich die typische Urlaubslektüre. Unterhaltsam, etwas überspitzt und ziemlich chaotisch. Es lässt sich leicht lesen, gibt einen Einblick in die Berufe Lehramt und Friseur, wobei sich mir hier öfters die Frage aufdrängte, was nun Wirklichkeit und was Unterhaltung ist. Knappe vier Sternchen von mir.


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