Donnerstag, 17. November 2016

(Buchvorstellung/Rezension) Mirror von Karl Olsberg



Titel: Mirror
Autor: Karl Olsberg
Seiten: 400
Erscheinungstermin: 15.08.2016
Verlag: Aufbau Taschenbuch
Originalversion: Ja
Originaltitel: Mirror
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Sci-Fi? Her damit!

Inhalt:
Dein Mirror kennt dich besser als du selbst.
Er tut alles, um dich glücklich zu machen.
Ob du willst oder nicht.
Wie digitale Spiegelbilder wissen Mirrors stets, was ihre Besitzer wollen, fühlen, brauchen. Sie steuern subtil das Verhalten der Menschen und sorgen dafür, dass jeder sich wohlfühlt. Als die Journalistin Freya bemerkt, dass sich ihr Mirror merkwürdig verhält, beginnt sie sich zu fragen, welche Macht diese Geräte haben. Dann lernt sie den autistischen Andy kennen und entdeckt, dass sich die Mirrors immer mehr in das Leben ihrer Besitzer einmischen – auch gegen deren Willen.
Als sie mit ihrem Wissen an die Öffentlichkeit geht, hat das unabsehbare Folgen … (Klappentext, Amazon)

Cover & Titel:
Das Cover hat mich ehrlich gesagt nicht so angesprochen. Das war mehr der Klappentext. Vielleicht liegt es aber daran, dass ich die klassischen Sci-Fi-Cover mit Codes im Hintergrund einfach nicht mehr sehen kann.

Schreibstil:
Wer Bücher liebt, die viele verschiedene Perspektiven bieten und in der dritten Person geschrieben sind, ist hier an der richtigen Stelle. Zwar wird die Journalistin Freya als Protagonistin beschrieben, aber sie hatte auch nicht mehr Raum als die anderen Charaktere. Das Buch wechselt zwischen ihr, einem autistischen Jungen, einem nicht ganz so gesetzestreuen Pärchen, einem Dealer und dem Entwickler der Mirrors hin und her. Trotzdem lassen sich die Personen gut voneinander unterscheiden und es kommt keine Verwirrung auf. Im Gegenteil: Durch die vielen Szenenwechsel hält das Buch sein rasantes Tempo bis zum Schluss durch.

Charaktere:
Ich wurde mit Freya nicht ganz warm, auch wenn ihre Szenen spannend waren und durch ihre Recherchen viele Dinge im Buch aufgeklärt wurden. Wirklich mitgefiebert habe ich dagegen mit Andy. Der autistische Junge macht eine große Entwicklung im Laufe der Geschichte durch. Während er am Anfang noch völlig von seinem Mirror und dessen Ratschlägen abhängig ist, lernt er immer mehr, alleine klar zu kommen – auch wenn es ihm natürlich schwerer fällt als den anderen. Auch die Mischung der verschiedenen Personen ist gelungen, da jeder auch seine Weise von den Geschehnissen beeinflusst wird.

Erwähnenswert:
Das Buch beschäftigt sich mit dem Thema Künstliche Intelligenz.

Krisenreif:
Nichts zu meckern.

Fazit:
"Mirror" von Karl Olsberg legt ein unglaubliches Tempo an den Tag und schafft es als Thriller authentisch zu bleiben. Hoffen wir mal, dass die Zukunft in Bezug auf selbstlernende Programme nicht so aussehen wird, auch wenn wir hier und da auf diesem Weg sind.



Kommentare:

  1. Hallo Sonja,

    ich habe das Buch auch schon gelesen und war ebenso begeistert davon wie du. Ich fand es auch gut, dass so viele unterschiedliche Charaktere darin vorkamen und man trotzdem alle voneinander unterscheiden konnte.
    Und ja, es ist irgendwie gruselig, sich vorzustellen, dass das mal Realität wird. Abwegig ist es aber nicht...

    Liebste Grüße
    Steffi

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    1. Ja, ne? Die Mischung an Charakteren war richtig gut :)
      Black Mirror auf Netflix geht glaube ich auch in die Richtung. Habe es aber noch nicht gesehen.

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