Montag, 28. November 2016

(Buchvorstellung/Rezension) Sklavenmarkt Europa von Michael Jürgs



Titel: Sklavenmarkt Europa
Autor: Michael Jürgs
Seiten: 325
Erscheinungstermin: 08.02.2016
Verlag: Auf
Originalversion: Ja
Originaltitel: Sklavenmarkt Europa
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Kein schönes Thema, aber trotzdem interessant.

Inhalt:
Sklaverei ist kein Relikt der Vergangenheit, sondern die Schande des 21. Jahrhunderts: Kinder werden zum Betteln und Stehlen verkauft, Männer als Arbeitssklaven vermietet, Frauen zur Prostitution gezwungen, Flüchtlinge im Organhandel ausgebeutet. Kriminelle Vereinigungen erzielen mit Menschenhandel Milliardenumsätze, die organisierte Kriminalität bedroht und durchdringt die Gesellschaften des freien Europa wie eine Krake. Wie wehren wir uns gegen die Verbrecherbanden? Mit welchen Methoden, offen oder geheim, arbeitet die Polizei? Wie reagieren Politiker auf den modernen Sklavenhandel? Eine spannende Spurensuche auf den Dunkelfeldern des Verbrechens. (Klappentext, Amazon)

Cover & Titel:
Das Cover ist sehr düster und erinnert auf den ersten Blick nicht unbedingt an ein Sachbuch. Trotzdem ist es auffällig - ich habe ja auch danach gegriffen.

Thema:
Wer an Sklaverei denkt, der denkt an Amerika und vor allem an vergangene Zeiten. Michael Jürgs schreibt allerdings über Menschenhandel in der heutigen Zeit. Hier, in Deutschland und vor allem in den osteuropäischen Ländern. Er erklärt, wie die Schleuser vorgehen, wie junge Mädchen (und auch Männer) in die Falle gelockt werden und auch, dass es nicht nur das Rotlichtmilieu betrifft, sondern auch Baufirmen und Fabriken.

Schreibstil:
Das Thema war sehr spannend, gerade, weil die Polizei so machtlos erscheint. Leider hat der Autor mich mit seinem ausladenden Schreibstil extrem gelangweilt. Er versucht, das Buch wie eine Reportage zu gestalten und schiebt hierfür immer wieder erzählende Elemente ein. Leider reißen diese Szenen den Leser permanent aus dem Fluss und oft ist es einfach uninteressant, wer (übertrieben gesagt) gerade neben ihm in der Nase popelt. Dann scheint ihm auch nicht auszufallen, wie oft er sind wiederholt. Das betrifft nicht nur Zahlen und Fakten, sondern auch abgedroschene Floskeln. Oft habe ich Vieles nur überflogen, da ich es zwanzig Seiten davor schon einmal gelesen hatte.

Krisenreif:
Furchtbarer und vor allem unstrukturierter Schreibstil.

Fazit:
In dem Buch stecken eine ganze Menge Wissen und spannende Zahlen und Fakten. Leider schafft der Autor es nicht, diese geordnet und vor allem leicht verständlich an den Leser zu bringen. Das ist wirklich schade, da das Thema so wichtig ist.



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