Samstag, 14. Januar 2017

(Buchvorstellung/Rezension) Die Erlöser von Nick Cutter



Titel: Die Erlöser
Autor: Nick Cutter
Seiten: 368
Erscheinungstermin: 11.07.2016
Verlag: Heyne
Originalversion: Nein
Originaltitel: The Acolyte
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Ich hatte es in der Verlagsvorschau entdeckt.


Inhalt:
Unsere Welt in naher Zukunft: Die westliche Hemisphäre wird von religiösem Fundamentalismus regiert. Das Mantra der Neuen Republik lautet: Die Kirche ist der Staat. Jonah Murtag ist ein treuer Staatsdiener. Er arbeitet für die Religionspolizei, die brutal gegen Andersgläubige vorgeht. Alle sogenannten Sünder werden »umerzogen « oder hingerichtet. Als die Republik von einer Serie grausamer Attentate heimgesucht wird, gerät Jonahs Weltbild ins Wanken. Er stellt sich gegen die Republik – und wird zum Gehetzten … (Klappentext, Amazon)


Schreibstil & Charaktere:
Puh. Ich habe das Buch gerade beendet und weiß gar nicht so recht, wie ich es einordnen soll. Es ist auf jeden Fall sehr spannend geschrieben und mit all der religiös motivierten Terroranschläge auf der Welt behandelt es auch ein aktuelles Thema. Aber es ist sehr brutal und nichts für Leute mit einem empfindlichen Nervensystem. Jonah, der Protagonist erzählt in der Ich-Perspektive und das sehr detailliert. Er ist zu Beginn einer der Bösen und arbeitet für die Religionspolizei (so eine Art Stasi), bis er langsam Zweifel bekommt. Diese Herangehensweise ist nichts Neues, funktioniert aber jedes Mal wieder gut, wie ich feststellen durfte. Und Jonah ist wirklich nicht der nette Typ von nebenan. Auch wenn er während der Geschichte einen halben Zoo einsammelt und alles, was ihm sonst so hilfsbedürftig vor die Füße fällt. Dieser Charakterzug macht ihn dann irgendwie doch sympathisch.

Stuck in my Head:
»Und dann sah ich es in allen Einzelheiten: die verdrehte Sprengschnur, die sich aus dem Ärmel des Mantels schlängelte. Den schmalen Auslöser. Die Wölbung über dem Bauch, der mit Sprengstoff bestückt war.« (Seite 47)

Tops & Flops:
Die Idee ist sehr düster, viele Szenen erinnern mich an die Serie "The Man in the High Castle" und der Autor hält konstant die Spannung. Allerdings ist das Ende etwas konstruiert und wirkt nicht ganz so glaubwürdig wie der Rest. Ich denke, hier hat einfach die passende Idee für einen Ausstieg gefehlt.


Fazit:
"Die Erlöser" ist ein sehr düsterer Thriller mit einer dunklen Zukunftsvision. Der Autor schreibt sehr spannend, aber auch ganz schon brutal, weshalb man als Leser nicht zart besaitet sein darf. Wer die Serie "The Man in the High Castle" mag, sollte aber mal einen Blick ins Buch werfen, denn Vieles erinnert ans dritte Reich gepaart mit einer Menge religiösem Fanatismus.


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