Dienstag, 14. Februar 2017

(Buchvorstellung/Rezension) Depression abzugeben von Uwe Hauck



Titel: Depression abzugeben
Autor: Uwe Hauck
Seiten: 288
Erscheinungstermin: 13.01.2017
Verlag: Bastei Lübbe
Originalversion: Ja
Originaltitel: Depression abzugeben
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
War eine Empfehlung vom Verlag.


Inhalt:
Seelische Erkrankungen verschleppt man oft und das kann schiefgehen. Uwe Hauck möchte über das Tabuthema Depressionen aufklären, den Betroffenen die Angst vor Psychiatrien nehmen und einen Einblick in das geben, was einem in der Klapse erwartet. Offen, schonungslos und unterhaltsam lässt er uns an seinem Therapieverlauf teilnehmen und spart nicht mit Anekdoten über Beschäftigungsmaßnahmen, wie Korbflechten, Maltherapien oder Ausdruckstänzen. Denn die Klapse ist nichts anderes als ein Krankenhaus für gebrochene Seelen, und eigentlich sind in der Klapse eher normale Menschen, die mit dem Wahnsinn da draußen nicht mehr fertig werden, so der Autor. (Klappentext, Amazon)


Schreibstil und Verständlichkeit:
Depression ist ja leider immer noch ein Tabuthema, weshalb ich sehr gespannt auf dieses Buch war. Uwe Hauck kam nach einem Selbstmordversuch und mit schweren Depressionen in eine Klinik und entdeckte da eine ganz eigene Therapie: Twitter. Er setzte immer wieder Tweets aus der Psychiatrie unter dem Hashtag #ausderklapse ab.
Im Buch schildert er seine Erlebnisse in der Psychiatrie und die Therapien. Auch spricht er darüber, wie es überhaupt so weit kommen konnte und das Sätze wie "Stell dich nicht so an" absolut nichts bringen, sogar kontraproduktiv sind. Das Buch ist leicht zu lesen, immer mal wieder regt es zum Schmunzeln an. Dabei gibt der Autor einen durchaus ernsten Einblick in die Krankheit und schafft es, den Leser stets mitzunehmen.

Stuck in my Head:
»Ich habe es immer wieder geschafft, in meinen depressiven Phasen nach außen hin leistungsfähig, konzentriert zu sein. Aber innerlich hat das doppelt die Kraft geraubt. Je optimistischer und positiver ich nach außen gewirkt habe, umso mehr habe ich innerlich gelitten.« (Seite 143)

Fazit:
Ich habe das Buch mit großem Interesse gelesen und denke, dass es eine gute Mischung aus Aufklärung und Unterhaltung bietet. Definitiv ein Buch, das ich blind weiterempfehlen kann. Vor allem die Anekdoten des Autors über seine Mitpatienten und Schlüsselerlebnisse haben mir sehr gut gefallen.

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