Montag, 24. April 2017

(Buchvorstellung/Rezension) Ich geb Dir die Sonne von Jandy Nelson



Titel: Ich geb Dir die Sonne
Autor: Jandy Nelson
Seiten: 480
Erscheinungstermin: 21.11.2016
Verlag: cbt
Originalversion: Nein
Originaltitel: I'll give you the Sun
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Die allgemeine Begeisterung.


Inhalt:
Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler ... (Klappentext, Amazon)


Schreibstil & Charaktere:
Mit Büchern, die überall in den Himmel gelobt werden, ist das ja so eine Sache, meistens lasse ich mich vom Hype mitreißen, manchmal bin ich dann aber auch furchtbar enttäuscht. Bei "Ich geb dir die Sonne" dachte ich am Anfang erst einmal, dass das mit uns beiden nichts wird, denn der Schreibstil der Autorin konnte mich erst mal nicht packen und es gab auch immer mal wieder die ein oder andere Länge. Und trotzdem hat mir dieses Buch, mit seinem langsamen Schreibstil gefallen, was nicht zuletzt an den Charakteren und der Geschichte lag. Hier werden mit zwei starken Hauptcharakteren gesellschaftliche Themen wie Homosexualität und Familiendramen angesprochen, ohne dass es aufgesetzt wirkt. Es fällt leicht, den Plot mit den Zwillingen zu erleben, was durch Jandy Nelsons gefühlvolle Art zu erzählen noch unterstützt wird.

Stuck in my Head:
»Willst du dich mit einem Familienmitglied aussöhnen, so halte eine Schüssel in den Regen, bis sie sich füllt, dann trinke das Wasser beim ersten Sonnenstrahl nach dem Regen.« (Seite 221)

Tops & Flops:
Der Einstieg fiel mir etwas schwer, da der Schreibstil immer mal wieder stockt. Dafür gleichen das tiefgründige Charaktere und eine tolle Handlung wieder aus und ist man erst einmal in der Geschichte drin, entdeckt man immer wieder poetische Passagen.


Fazit:
"Ich geb Dir die Sonne" ist ein mitreißendes Jugendbuch mit einer packenden Geschichte. Zwar gestaltet sich der Einstieg durch den Schreibstil schwierig, aber daran werden sich sicherlich die Geister scheiden. Wer auf der Suche nach einem tiefgründigen Plot mit realistischen Problemen ist, wird hier sicherlich nichts falsch machen.


Kommentare:

  1. Mir ging's ähnlich wie dir, nur eine Frage​:
    Der Plot mit den beiden Mädchen? :D

    LG, Anna

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    1. Ups, das kommt davon, wenn man Rezensionen zwischen Tür und Angel schreibt *grins*. Ich korrigiere es nachher. Wüsste auch gerne, wo meine Gedanken da waren :D

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