Donnerstag, 11. Mai 2017

(Buchvorstellung) Das Licht und die Geräusche von Jan Schomburg



Titel: Das Licht und die Geräusche
Autor: Jan Schomburg
Seiten: 256
Erscheinungstermin: 10.03.2017
Verlag: dtv
Originalversion: Ja
Originaltitel: Das Licht und die Geräusche
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Empfehlung vom Verlag.


Inhalt:
Es ist Johanna schleierhaft, warum sie und Boris kein Paar sind. Klar, eigentlich ist Boris mit Ana-Clara zusammen, aber die ist weit weg in Portugal, während Johanna und Boris jede freie Minute miteinander verbringen und über alles reden, außer darüber, warum sie sich noch nicht geküsst haben. Johanna versteht das nicht, und das nervt sie. Und sie will auch verstehen, warum Marcel sich auf der Klassenfahrt nach Barcelona einen Mitschüler wie einen Knecht hält, warum Boris die ganze Zeit kichern muss, während ihn vier Typen auf der Tanzfläche eines Clubs zusammenschlagen wollen, und warum er nach dieser Nacht am See plötzlich verschwunden ist. Gemeinsam mit Ana-Clara und Boris’ Eltern sucht Johanna in Island nach Boris und findet heraus, dass viele Dinge ihr Wesen verändern, je länger man sie betrachtet. Und dass Ana-Claras Augen doch nicht so ausdruckslos sind, wie sie immer gedacht hat.
Man folgt Johanna und ihrer unverstellt ehrlichen Sicht auf sich und ihre Umwelt voller Empathie und Zuneigung. Pointiert, mit zartem Witz und dem sicheren Gespür für die Leichtigkeit in schweren Themen erzählt Jan Schomburg von drei jungen Menschen und ihren Versuchen zu erkennen, wie das eigentlich überhaupt gehen soll: leben. (Klappentext, Amazon)


Schreibstil & Charaktere:
Ich muss gestehen, dass ich lange gebraucht habe, um mit dem Buch warm zu werden. Der Schreibstil ist sehr direkt, teilweise etwas abgehakt. Dazu springt das Buch immer wieder in der Zeit hin und her, ohne dem Leser Erklärungen zu geben. Das war gerade am Anfang verwirrend.  Dazu kommen Charaktere, die zu Beginn eher unsympathisch wirken. Auch hier hat es gedauert, bis ich in der Geschichte drin war.
Positiv ist allerdings, dass das Buch sehr authentisch ist. Mit 16/17 ist die Welt eben alles andere als perfekt, etwas Drama und Unvernunft gehören ebenso dazu, wie sich selbst zu finden.

Tops & Flops:
Sehr schwerer Einstieg ins Buch, aber wenn man sich durchbeißt, ein Buch abseits vom Mainstream.


Fazit:
Das Licht und die Geräusche von Jan Schomburg ist glaube ich kein Buch für jeden. Und vor allem keins, das man zwischen Tür und Angel lesen kann. Wer Lust auf einen ganz neuen Stil und Charaktere mit vielen Ecken und Kanten hat, sollte aber mal in die Leseprobe schauen. Wer eher was zur Unterhaltung und für Zwischendurch sucht, wird glaube ich nicht glücklich werden.


1 Kommentar:

  1. Hallo Sonja,

    bei dem Buch war ich auch hin- und hergerissen und habe es im Endeffekt etwas schwächer als du bewertet. Einerseits fand ich es toll. Der Schreibstil und die Figuren sind sehr ansprechend. Gleichzeitig hat's meiner Meinung nach an der Erzählweise - dieses Wirrwarr - gehapert und es hat mir eine richtige Handlung gefehlt. Irgendwie schade, aber man kann halt nicht alles mögen.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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